Kritik an Konzept zur Zukunft der Northeimer Kindergärten

Northeim. Das Edesheimer Ortsratsmitglied Monika Friedrich (Wählergemeinschaft Edesheim) hat in der Bürgerfragestunde des Northeimer Stadtratsausschusses für Schule, Bildung und Kultur am Donnerstag in der Stadthalle dem neuen Entwicklungskonzept für das Kindertagesstättennetz der Stadt Northeim schwere Mängel vorgeworfen. Ihre Kritik entzündet sich vor allem daran, dass die Kinderbetreuungsplätze in der Tagespflege nicht berücksichtigt worden seien.

Rund 50 Eltern und Kommunalpolitiker verfolgten die Sitzung, nach dem bekannt geworden war, dass wegen der rückläufigen Kinderzahlen möglicherweise der Kindergarten Hammenstedt in eine Krippe umgewandelt und die Kitas in Lagershausen und Hohnstedt geschlossen werden sollen (wir berichteten).

Über das Konzept diskutierte der Ausschuss noch nicht. Er ließ sich von Kämmerer Jörg Dodenhöft zunächst das von zwei Arbeitsgruppen erstellte Konzept erläutern. In den nächsten Wochen soll das umfangreiche Papier zunächst in den Fraktionen und dann in den städtischen Gremien beraten werden. Bis Januar 2014 müssen dann Nägel mit Köpfen gemacht sein. „Bis dahin müssen die Kitas wissen, ob sie Kinder annehmen können“, sagte Dodenhöft.

Der Kämmerer wies während seines Vortrags die Kritik von Monika Friedrich pauschal zurück. Auf Wunsch des Ausschusses soll ihre schriftliche Stellungnahme aber für die Beratungen in den Fraktionen und Gremien zur Verfügung gestellt werden.

Kindertagespflege

Monika Friedrich, die sich selbst in der Kindertagespflege selbständig gemacht hat, machte ihre Vorwürfe unter anderem an folgenden Punkten fest: Sowohl in den Versorgungsbereichen Edesheim, Hohnstedt, Hollenstedt, Stöckheim und Wetze als auch im Versorgungsbereich Hillerse, Sudheim und Höckelheim seien die Tagesbetreuungsplätze nicht berücksichtigt worden. „Es kann nicht sein, dass in den letzten Jahren massiv Geld in den Ausbau der Kindertagespflegeplätze geflossen ist und wir nun als Kindertagespflegepersonen gänzlich oder mit ungenauen Zahlen aus der Berechnung herausgenommen werden und somit vor einem finanziellen Aus stehen.“

Als unnötig bezeichnete Monika Friedrich die Schaffung von 30 Kinderkrippenplätzen und 35 weiteren Tagespflegeplätzen in Northeim. Ihrer Einschätzung nach sei außer Acht gelassen worden, dass viele Eltern pendeln und die Kinder auch in Ortschaften oder in der Kindertagespflege unterbringen könnten. „Ferner weiß ich, dass mindestens 15 Plätze bei Kindertagespflegepersonen frei stehen beziehungsweise frei werden.“ (zhp)

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