Kühle: Abfall-Kraftwerk stört Straßenbau nicht

Northeim. Durch den sich abzeichnenden Streit um den Bau des Abfall-Kraftwerks auf dem Gelände von Umweltschutz-Mitte wird sich der für dieses Jahr geplante Bau der Zubringerstraße für die Unternehmen ContiTech, Fruchthof und Thimm nicht verzögern.

Das hat Bürgermeister Harald Kühle auf Anfrage mitgeteilt. Beide Projekte fallen in den Bereich des gleichen Bebauungsplans (B-Plan), dessen Neufassung vom Stadtrat noch nicht beschlossen ist.

„Die Straße kann unabhängig vom Bebauungsplan gebaut werden“, betonte Kühle. Die Neufassung sei keine Voraussetzung für den Bau.

Eine Verzögerung hätte die Finanzierung gefährdet. 90 Prozent der auf 1,37 Millionen Euro veranschlagten Kosten wollen Bund und Land übernehmen. Das Geld fließt aber nur, wenn die Straße bis Mitte 2013 abgerechnet ist.

Bürgerinitiative

Dem Abfall-Kraftwerk steht Kühle skeptisch gegenüber. „Ich sehe keine Vorteile für die Stadt“, sagte er. Die Bedenken der Bürger verstehe er.

Wenn es dem Investor Kedenburg nicht gelingt, die Menschen davon zu überzeugen, dass die Anlage absolut ungefährlich ist, sei mit erheblichen Widerständen zu rechen. Dass sich eine Bürgerinitiative gründet, sei ebenso denkbar wie Klagen von Bürgern gegen den Bau.

Einen Versuch, den Kraftwerks-Bau durch einen Passus im neuen B-Plan zu verhindern, lehnt Kühle ab. Das Unternehmen könnte dagegen klagen. Nach dem derzeitigen B-Plan wäre das Kraftwerk dort nämlich zulässig.

Informationen in Stadthalle

Am Mittwoch, 1. Februar, ab 17 Uhr, wollen der Investor und das Gewerbeaufsichtsamt vor einer Bauausschuss-Sitzung über das Genehmigungsverfahren und die Technik des Kraftwerks informieren. Sie findet aber nicht, wie zunächst von der Stadt angekündigt, im Dorfgemeinschaftshaus Langenholtensen, sondern in der Northeimer Stadthalle statt. (ows)

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