Wahlkreiskonferenz: Einbecker zieht für die Sozialdemokraten in den Bundestagswahlkampf

SPD kürt Seidel mit klarer Mehrheit

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Die SPD kürt ihren Bundestagskandidaten (von links): Uwe Schwarz, Marcus Seidel, Dr. Andreas Philippi, Dr. Wilmhelm Priesmeier, Jürgen Horst. 

Katlenburg. Der Einbecker Marcus Seidel wird erstmals für die SPD im Wahlkreis 52 Goslar - Northeim - Osterode als Kandidat für die Bundestagswahl am Sonntag, 24. September, antreten.

Das Mandat hatte in den vergangenen 15 Jahren sein Parteifreund Dr. Wilhelm Priesmeier aus Dassel direkt gewonnen. Der 62-jährige Priesmeier wollte aber nicht erneut kandidieren.

Seidel setzte sich in der Wahlkreiskonferenz in der Katlenburger „Reithalle“ in einer Kampfabstimmung gegen seine Konkurrenten Dr. Andreas Philippi aus Herzberg und Jürgen Horst aus Angerstein durch. Der gelernte Brauer und Mälzer Seidel, der im Marketing der Einbecker Brauerei arbeitet, erhielt in geheimer Abstimmung 74, der Chirurg Philippi 45 und der Polizeibeamte Horst 23 Stimmen.

Damit hatte der 47-jährige Seidel gleich im ersten Wahlgang die erforderliche absolute Mehrheit der Stimmen erreicht. „Ich bin überwältigt“, sagte er nach der Bekanntgabe des Wahlergebnisses überglücklich.

Seidel kann auf eine lange Parteikarriere in der SPD mit einer großen kommunalpolitischen Erfahrung zurückblicken. Aufgewachsen in Bad Gandersheim kam er über die Jusos 1989 zur SPD. Seit 2011 führt er den Ortsverein seiner Partei in Einbeck. Im Stadtrat ist er stellvertretender Fraktionsvorsitzender. Außerdem hat er das Amt des stellvertretenden Bürgermeisters übernommen.

Ehrenamtlich engagiert sich Marcus Seidel unter anderem als stellvertretender Kreisbereitschaftsführer in der Feuerwehrbereitschaft 1.

Politisch fühlt sich Seidel den Grundwerten Freiheit, Gerechtigkeit und Solidarität verpflichtet. Sein Motto in Anlehnung an den früheren Bundespräsidenten Johannes Rau ist „Versöhnen statt spalten“. Das hat dazu geführt, dass er in Einbeck das Bündnis „Einbeck ist bunt“ mitgegründet hat. Der Politiker versteht das Bündnis als Zeichen gegen Populismus. „Spalten, ausgrenzen, verdrängen - aus solchen Grundhaltungen kann keine gute Zukunft für unser Land erwachsen.“

Als konkrete Ziele nannte der Kandidat unter anderem die Lohngleichheit von Frauen und Männer sowie die Zulassung von Werk- und Leiharbeit nur in absoluten Ausnahmefällen. Außerdem machte er sich stark für die Einführung der sogenannten Bürgerversicherung, um damit „der Zwei-Klassen-Medizin ein Ende zu setzen“.

In seiner Freizeit entspannt sich Marcus Seidel bei Spaziergängen mit seinem zwölfjährigen Beagle, der Pflege von drei Aquarien, Rasenmähen und Grillen. Seidel ist verheiratet und hat eine erwachsene Tochter. (zhp)

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