Bad Gandersheim ehrte Propsteikantor für sein musikalisches Engagement

Kulturpreis für Heubach

Festakt: Bad Gandersheims Bürgermeister Heinz-Gerhard Ehmen (rechts) ehrte Martin Heubach mit dem Kulturpreis. Foto: Schrader

Bad Gandersheim. Mit einem zweistündigen Festakt ehrte die Stadt Bad Gandersheim den Propsteikantor und Concerto-Intendant Martin Heubach. Bürgermeister Heinz-Gerhard Ehmen verlieh dem verdienten Musiker den Kulturpreis Roswitha-Stadt.

Die Stadt fühle sich seinem kulturellen Erbe verpflichtet, sagte Ehmen. Ein Beispiel für die Pflege der kulturellen Identität seien die 1959 gegründeten Domfestspiele, die lange Zeit einziges Markenzeichen der Stadt waren. Dieses Alleinstellungsmerkmal änderte sich erst 1980, als ein junger Kantor seinen Dienst bei der evangelischen Stiftskirchengemeinde antrat, so der Bürgermeister. Martin Heubach habe nicht nur sein Können als Kirchenmusiker eingebracht, sondern sah seine Tätigkeit von Anfang an als musikalische Berufung zum Aufbau eines Zentrums der Kirchenmusikpflege an.

Vor 30 Jahren hob er die „Gandersheimer Dommusiken“ und die „Gandersheimer Domkantorei“ aus der Taufe. Viele Projekte seien durch sein Wirken entstanden, die sich durch Qualität auszeichneten, wie die 1982 begründeten „Dommusiktage“. Im gleichen Jahr gründete Heubach auch den Chor „Capella Vocale“, der durch 150 Konzerte im In- und Ausland zum Werbeträger der Stadt geworden sei. Mit der Verleihung des Kulturpreises werden Heubachs Verdienste gewürdigt, sagte Ehmen.

Heubach ist nach den zwei ehemaligen Domfestspiel-Intendanten Dr. Frieder Lorenz und Georg Immelmann der dritte Träger des 1987 gestifteten Preises. „Mir lief vor Freude ein Schauer über den Rücken, als ich von der Verleihung erfuhr“, erinnerte sich Heubach. Er dankte allen, die am Festakt teilnahmen und versicherte der Stadt seine Solidarität in der weiteren Pflege „des kulturellen Ackers“.

„Ihre Landeskirche ist stolz auf Sie. - Sie haben den Preis verdient“, sagte Landesbischof Professor Dr. Friedrich Weber, der die Laudatio hielt. „Martin kann Menschen für Musik begeistern. Es macht Spaß, ihn zu erleben“, sagte Thomas Gelück, Kirchenvorstandsvorsitzender der Ev. Stiftskirchengemeinde. Professor Hans Gebhard (Hamburg), die Concerto-Vorsitzende Gudrun Sander und Katrin Rügge von Capella Vacale lobten das Engagement des Musikers. (zsv)

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