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Kultursommer: Buntes Programm für Northeimer Figurentheaterkonferenz geplant

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Von: Josefin Schröder

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Dramaturg, Regisseur und Figurenspieler: Eugène Momo Ekissi wird als Dozent bei der Figurentheaterkonferenz dabei sein.
Dramaturg, Regisseur und Figurenspieler: Eugène Momo Ekissi wird als Dozent bei der Figurentheaterkonferenz dabei sein. © Theater der Nacht/Susanne pAULI

Theater sichtbarer machen - das ist das Ziel des Theaters der Nacht aus Northeim. Dafür organisieren sie die Figurentheaterkonferenz, Workshops und ein Festival.

Northeim – Größer, spektakulärer, sichtbarer – so soll die sechste Deutsche Figurentheaterkonferenz und das parallel laufende Festival „Mit Hand & Fuß“ in diesem Jahr werden. Vom 26. August bis 4. September dreht sich in Northeim alles um die Kunst des Puppenspiels. Organisiert wird die Woche vom Theater der Nacht in Kooperation mit der internationalen Puppenspielervereinigung Unima.

„Theater im öffentlichen Raum“ lautet das diesjährige Motto. „Wir wollen damit ein größeres Publikum erreichen. Mit dem Festival sollen Menschen angesprochen werden, die von sich aus nicht ins Theater gehen“, sagt die Koordinatorin Eva Werler.

Konferenz zum Netzwerken

Die Konferenz bietet Interessierten einen Raum für Austausch, Begegnung und die Möglichkeit gemeinsam neue Ideen zu entwickeln. Puppenspieler würden in den meisten Fällen allein, manchmal als Duo arbeiten. Dabei müssen sie viele verschiedene Aufgaben beherrschen. Oft seien sie Regisseur, Musiker, Kostüm- und Bühnenbildner in einem. „Die Jobs, die in einem Theaterhaus von mehreren Leuten abgedeckt werden, vereinen Puppenspieler in einer Person“, sagt Susanne Pauli, verantwortlich für die Öffentlichkeitsarbeit des Theaters der Nacht.

Nach über zwei Jahren Pandemie und Einschränkungen im Kulturbereich, sei es wichtig, den Blick in die Zukunft zu richten, betont Pauli.

Die Konferenz, zu der Künstler aus der ganzen Welt nach Northeim reisen, biete daher auch die Möglichkeit, Kontakte zu knüpfen und sich zu vernetzen. Was gibt es für alternative Spielkonzepte in Pandemiezeiten? Wie begeistert man mehr Menschen für das Theater? Was können kleinere Theater dafür tun? Diesen Fragen will sich das Theater der Nacht während der Konferenz widmen.

Bisher sind 40 Interessenten angemeldet. Auftakt wird ein zweitägiges Symposium sein. Kulturschaffende, unter anderem aus der Elfenbeinküste und Kanada, teilen ihre Konzepte zu Figurentheater im öffentlichen Raum und stellen ihre Projekte vor. Die anschließende Workshop-Woche richtet sich an professionelle Puppenspieler, die ihre handwerklichen oder spielerischen Fähigkeiten verbessern möchten. Puppenspieler Christoph Buchfink beispielsweise baut mit Teilnehmern mobile Figuren, sogenannte Walkacts.

Die ganze Stadt wird zur Theaterbühne

Zudem findet die Reihe „meet the master“ statt, bei der internationale Dozenten Einblicke in ihre Arbeit geben und Fragen beantworten. Die Gespräche sind öffentlich, werden per Youtube übertragen und richten sich auch an Interessierte, die nicht an der Konferenz teilnehmen. Das Festival wird über Spenden finanziert. Die Aufführungen sind teilweise kostenlos und finden an verschiedenen Orten in Northeim statt.

Vieles davon im Freien. Eröffnungsakt am 26. August ist die Stuttgarter Künstlergruppe Dundu. Mit vier Meter großen, beleuchteten Figuren tritt sie auf dem Northeimer Marktplatz auf.

Die Ergebnisse der Workshop-Woche werden am 3. September auf dem Marktplatz, bei der „Nacht der Puppen“ gezeigt.

Info: Das genaue Programm finden Sie unter: zu.hna.de/Figurentheaterkonferenz

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