Laienspielgruppe begeistert Publikum in Sudershausen

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Sind die Damen etwa schwanger? Diese Szene zeigt Maria (Astrid Herbst, Mitte) und Freundin Elfi (Conni Brandt) im Gespräch mit Dr. Schwarz (Jörg Henze).

Sudershausen. Nach einjähriger Pause betrat die Laienspielgruppe der Vereinigten Spiel- und Sportgemeinschaft (VSSG) Sudershausen wieder die Bühne.

Die Komödie „Was ist los, Herr Doktor?“ wurde von 450 Fans gefeiert. Dreimal spielte das Ensemble am Wochenende vor ausverkauftem Sporthaus und genoss den Applaus.

Mit viel Schwung und Leichtigkeit wurde das von Rudolf Jisa und Alfred Meyer geschriebene Stück gezeigt. Routiniert schlüpfte Jörg Henze in die Rolle des Allgemeinmediziners Dr. Erich Schwarz, der so seine Not hat. Seine Frau, gespielt von Heller Becker-Effler, will nebenan eine Praxis für alternativmedizinische Behandlungen einrichten und sich scheiden lassen, so dass dem Arzt ein Rosenkrieg bevorsteht. Durch die Nähe bleiben ihm die Patienten aus, seine Sprechstundenhilfe (gespielt von Gerlinde Kuyn) erweist sich als äußerst trinkfest.

Hanna Dullnig spielt in einer Praderolle eine Hypochonderin und einzige Patientin, die seine Praxis regelmäßig aufsucht. Die Herz-Schmerz-Probleme der Tochter Maria (Astrid Herbst) scheinen ihm gering. Als dann noch die Ärztekammer seine Behandlungsmethoden rügt, wird es eng. Zum Schluss gibt es dank der Macht der Liebe und wegen eines Goldfisches doch ein glückliches Ende.

Zu sehen waren außerdem Bernhard Gloth als Marias Freund Ernst Toifl, Kevin Pfeiff als Alessandro Coltivatore, Brigitte George als Ärztekammer-Beamtin Karoline Blum, Conni Brandt als Elfi Stroh, Klaus Henniges als Philip Reisenbichler. Ute Miehe stand als Springerin zur Verfügung.

Die Laienschauspieler erhielten nach jeder Szene Applaus und gab es bei der Premiere am Freitag mal einen Text-Hänger, jubelten die Zuschauer ebenfalls. Souffleuse Gabi Biermann musste nur selten helfen. Schon beim Üben hatte sie darauf geachtet, dass die Schauspieler nach einer gewissen Zeit die Textbücher zur Seite legten.

„Das schönste ist, wenn die Hütte voll ist und das Publikum mitgeht“, sagte Jörg Henze und brachte es auf den Punkt: „Sind die Leute zufrieden, dann ist man selbst auch zufrieden.

Erst Mitte Oktober und damit sechs Wochen später als üblich hatten die Proben begonnen. Erst da war abzusehen, dass sie, wie in den über 20 Jahren zuvor, im Gymnastikraum spielen konnte.

Vor zwei Jahren musste die Gruppe den Spielort aus sicherheitstechnischen Gründen wechseln, da es keinen Notausgang für den Gymnastikraum im Obergeschoss des Sporthauses gab. Die Gemeinde Nörten-Hardenberg schloss im November diese Sicherheitslücke und ließ von außen eine Stahltreppe anbringen. „Dafür sind wird der Gemeinde sehr dankbar“, sagte der kommissarische VSSG-Chef Lars-Kristian Koudal.

Von Roland Schrader

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