Land Niedersachsen drückt bei Kreisfusion aufs Tempo

Northeim. Das Land drückt bei der ins Auge gefassten Kreisfusion aufs Tempo. Nach den Vorgaben aus Hannover soll bis Ende des Jahres entschieden sein, ob es einen Zusammenschluss der Landkreise Northeim und Osterode oder die große Variante mit Einbeziehung des Kreises Göttingen gibt.

Darauf hat Landrat Michael Wickmann (SPD) hingewiesen. Mit der Umsetzung könnten sich die Beteiligten danach Zeit lassen - zum Beispiel bis zur Kommunalwahl 2016.

Der Landkreis Northeim steigt Montag in die Fusionsverhandlungen mit Osterode ein. Während einer Pressekonferenz stellte Wickmann am Freitag ein 28 Seiten umfassendes Arbeitspapier für die so genannte Lenkungsgruppe vor, die aus elf Personen besteht. Neben dem Landrat und dem Ersten Kreisrat Dr. Hartmut Heuer sind das die vier Landtagsabgeordneten aus dem Landkreis Northeim und die fünf Fraktionsvorsitzenden des Kreistags.

Einen Termin gibt es zwar noch nicht, aber klar ist, dass in absehbarer Zeit parallel auch Gespräche mit dem Landkreis Göttingen geführt werden müssen. Wickmann machte gestern klar, dass für ihn eine Stufenfusion zunächst mit Osterode und später mit Göttingen nicht in Frage kommt. „Das lehne ich ab.“ Sein Favorit ist ganz klar die Triangel-Lösung mit Göttingen und Osterode.

Eine Fusion mit Osterode macht laut Landrat wegen der bestehende finanzielle Bedürftigkeit sowohl für Northeim als auch für Göttingen Sinn, denn nur dann würde die Entschuldungshilfe des Landes für alle greifen.

Wickmann betonte, dass etwas Positives für die Bürger herauskommen müsse. Wo der künftige Sitz der Verwaltung sei oder wie das Wappen aussehe, sei völlig sekundär. Nebensächlich sei bei den aktuellen Verhandlungen auch, welche Befindlichkeiten bei einer Fusion für die Mitarbeiter der Verwaltungen entstehen könnten. (ajo)

Mehr zum Thema in der Samstagausgabe der Northeimer und der Sollinger HNA.

Rubriklistenbild: © dpa/Symbolbild

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