Landkreis Northeim an Luca-App angeschlossen

Kontaktnachverfolgung wird digitalisiert – Registrierung jetzt möglich

Die landesweit anwendbare Luca-App dient zur Kontaktnachverfolgung – nicht nur im Einzelhandel, sondern auch im privaten Bereich.
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Die landesweit anwendbare Luca-App dient zur Kontaktnachverfolgung – nicht nur im Einzelhandel, sondern auch im privaten Bereich und wird nun auch vom Northeimer Gesundheitsamt unterstützt.

Die Luca-App kann seit Montag, 12. April, auch im Landkreis Northeim genutzt werden, denn die Gesundheitsdienste des Kreises sind nun angebunden. Das teilt die Kreisverwaltung mit.

Northeim – Die Anbindung der im Landkreis vorhandenen Postleitzahlen sei erfolgt, sodass sich die im Landkreis Northeim ansässigen Betriebe, Gastronomen oder andere Veranstalter bei der Luca-App anmelden können.

Dieser Vorgang ist für die Geschäftsinhaber kostenlos möglich.

Im Falle einer laborbestätigten Infektion kann bei Nutzung der App der Kontaktdatenaustausch zwischen Bürgern, den Betreiben (Veranstalter und Einzelhändler) sowie den Gesundheitsdiensten durch das Luca-System schnell und sicher erfolgen, so der Landkreis in einer Pressemitteilung zur Einführung der App. Im Vergleich zu dem Ablauf für handschriftlich zu führenden Gästelisten ist ein digitalisierter Ablauf von der digitalen Erfassung der Gäste-Kontaktdaten bis zur Übernahme durch das Gesundheitsamt mit deutlich weniger Aufwand und Zeitverzug verbunden, erläutert die Kreisverwaltung. Ohne handschriftliche Gästelisten entfalle auch das Problem, dass Unbefugte Einblick nehmen können.

Zur Verwendung von Luca muss sich der Anwender mit dem Namen, Kontaktdaten sowie einer zu verifizierenden Mobilfunknummer registrieren. Der weitere Einsatz basiert auf QR-Codes: Dabei generieren zum Beispiel Veranstalter von Konzerten, Restaurantbetreiber oder Privatpersonen jeweils einen spezifischen QR-Code. Der Code wird beim Zutritt gescannt. Auch bei privaten Treffen können die Teilnehmer ihre QR-Codes austauschen. Dadurch wird jeweils ein „Fingerabdruck“ (Check-In) des Besuchs erstellt. Damit kann später der Kontakt nachvollzogen und entstandene Infektionsketten ermittelt werden. Die so gesammelten Daten werden verschlüsselt abgelegt.

Mit der Luca-App könne die Anwesenheit somit einfach und anonym per Smartphone dokumentiert werden. Die Einrichtung dauere nur wenige Minuten. Dabei müsse sich der jeweilige Gast keine Sorgen machen, was mit seinen Daten passiert, so die Kreisverwaltung. Veranstalter und Betreiber könnten sie nicht auslesen: Ein Zugriff auf die Daten erfolge nur im Infektionsfall und nur durch die Gesundheitsdienste.

Gewerbetreibende und sonstige Anbieter und Institutionen mit Kundenverkehr können sich ab sofort über das Internetportal von Luca anmelden. Kunden, die die App nutzen wollen, müssen im Besitz eines Smartphones sein und die App über das „AppStore“ oder über luca-app.de/app herunterladen. Die App kann kostenlos für iOS und Android bezogen werden. Ab Ende April sollen auch Luca-Schlüsselanhänger online über einen Webshop bestellt werden können. Der Schlüsselanhänger ist das analoge Gegenstück zur App. Er ist gedacht als Alternative für Nutzer, die kein Smartphone haben und regelmäßig Luca-Standorte besuchen.

Aber auch ohne Schlüsselanhänger und Smartphone könne weiterhin per Kontaktformular an den jeweiligen Standorten eingecheckt werden, so der Landkreis. (rom)

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