Bergwacht rettet Hardegser am Wurmberg

Beliebtes Skigebiet im Harz: der Wurmberg. Foto:  Archiv/nh

Braunlage/Hardegsen. Das Leben eines 54-jähriger Skifahrers aus dem Kreis Northeim konnte am Wurmberg dank eines neu angeschafften Defibrillators gerettet werden.

Mitarbeiter der Bergwacht Braunlage haben bei einem Einsatz am Wurmberg einem 54-jährigen Skifahrer aus Hardegsen (Kreis Northeim) das Leben gerettet.

Der 54-Jährige war am vergangenen Sonntag mit seinem fünfjährigen Enkel zum Wintersport in den Harz gefahren. Auf der Piste am Wurmberg brach er plötzlich zusammen. Vermutlich habe der Skifahrer einen Herzinfarkt erlitten, sagte der Vorsitzende der Bergwacht, Marcus Backes. Zwei Mitarbeiter der Bergwacht hätten dies bemerkt und sofort erste Hilfsmaßnahmen eingeleitet.

Wenig später kamen weitere Helfer aus der Bergwachtstation am Wurmberg hinzu. Dabei gab es eine Premiere: Erstmals kam ein Defibrillator zum Einsatz, den die Bergwacht erst drei Wochen zuvor angeschafft hatte. Finanziert wurde das Gerät aus Spenden mehrerer Unternehmen, die am Wurmberg angesiedelt sind.

Defibrillatoren werden zur Reanimation bei lebensbedrohlichen Herzrhythmusstörungen eingesetzt.

Ziel ist es, durch starke Stromstöße die normale Herzaktivität wieder herzustellen. Dies sei gelungen, sagte Backes. Als der Rettungsdienst und der Notarzt eintrafen, habe der 54-Jährige bereits wieder einen stabilen Herzschlag gehabt.

Per Hubschrauber in Klinik 

Da der Rettungshubschrauber wegen starken Nebels nicht am Wurmberg landen konnte, brachten die Rettungsdienstmitarbeiter den 54-Jährigen nach Hohegeiß. Von dort wurde er mit dem Hubschrauber zum Krankenhaus in Nordhausen geflogen. Insgesamt sei der Einsatz gut verlaufen, sagte Backes. „Die Rettungskette hat perfekt funktioniert.“

Gleichzeitig kümmerten sich die Bergwacht-Mitarbeiter auch um den fünfjährigen Enkel des Skifahrers, bis die Eltern eintrafen und das Kind abholten. Diese waren voll des Lobes über die gute Betreuung, die der Junge erhalten hatte.

100 Einsätze 

Die ehrenamtlichen Helfer der Bergwacht sind in der Skisaison an jedem Wochenende im Einsatz, um verunglückten Wintersportlern zu helfen. In dieser Saison habe man bislang etwa 100 Einsätze gehabt, sagte der Braunlager Bergwachtvorsitzende Marcus Backes. An dem Rettungseinsatz für den Skifahrer aus Hardegsen waren auch zwei 16-jährige Helfer beteiligt. (pid)

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