Corona in Northeim (Niedersachsen)

Lotto-Annahmestellen: Schließung gilt im Landkreis Northeim weiter

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Corona in Northeim (Niedersachsen): Schließung Lotto-Annahmestellen gilt weiter

Die Lotto-Annahmestellen im Landkreis Northeim müssen wegen der Corona-Krise weiterhin geschlossen bleiben. Darauf hat die Kreisverwaltung am Mittwoch (08.04.2020) hingewiesen.

Derzeit befinde man sich zu dem Thema in der Klärung mit dem Niedersächsischen Sozialministerium.

Bis zu einem Ergebnis gelten darum weiterhin die in den Allgemeinverfügungen des Landkreises festgelegten Regelungen, dass Lotto-Annahmestellen unter „Wettannahmestellen und ähnliche Einrichtungen“ fallen und demnach zu schließen sind, sagte eine Landkreis-Sprecherin am Mittwoch.

Die Diskussion um die Schließung der Lotto-Annahmestellen im Landkreis Northeim erhitzt so auch weiterhin die Gemüter: Erneut hatten in den vergangenen Tagen zahlreiche Zuschriften die HNA-Redaktion erreicht, in denen sich die Absender über die Schließung der Annahmestellen beschwerten. Hintergrund: In Nachbarlandkreisen, wie zum Beispiel Göttingen, ist Lottospielen weiterhin möglich.

Dass die geltenden Regeln noch nicht überall umgesetzt werden, zeigte am Mittwoch ein Beispiel in einem Northeimer Supermarkt: Dort hatte in einem Geschäft, in dem Zigaretten und Zeitungen verkauft werden, auch die Lotto-Annahmestelle zunächst geöffnet. Im Laufe des Tages waren Kontrolleure des Landkreises aufgetaucht und hatten die Annahmestelle wieder geschlossen.

Dagegen dürfen ab sofort die bislang geschlossenen Eisdielen und Eiscafés im Landkreis Northeim einen Abhol- und Lieferdienst anbieten. Die Möglichkeit gibt es bereits für Restaurants, Gaststätten, Imbisse und andere mehr. Allerdings dürfen Bestellungen nur online oder per Telefon aufgegeben werden. Auch dürfen die Speisen nur so bereitgestellt werden, dass es zu keinerlei Kundenkontakt kommt. Eine Übergabe von Bestellzetteln an Ort und Stelle ist verboten.

Überarbeitet wurden auch noch einmal die Beschränkungen sozialer Kontakte, so der Landkreis weiter. Innerhalb der eigenen Wohnung und auf dem eigenen Grundstück sind sie nun nicht mehr ausdrücklich verboten oder auf die Mitglieder des eigenen Hausstands beschränkt.

Nach wie vor gelte aber, dass physische Kontakte zu anderen Menschen auf ein Minimum reduziert werden müssen. Ebenfalls neu: Beerdigungen und Hochzeiten sind nicht länger nur auf den engsten Familienkreis beschränkt. Allerdings dürfen höchstens zehn Personen dabei sein.

Von Kathrin Plikat

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