Trotz Kurzarbeit 

Corona lässt Arbeitslosigkeit im Landkreis Northeim drastisch steigen

Arbeitsagentur Northeim Arbeitsmarkt
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Arbeitsagentur in Northeim am Scharnhorstplatz.

Die Arbeitslosigkeit im Landkreis Northeim stieg im April wegen der Corona-Krise um 16 Prozent an. 

Trotz der vielen Anstrengungen die Auswirkungen der Corona-Pandemie auf dem Arbeitsmarkt durch Kurzarbeit so gering wie möglich zu halten, hat das Virus bereits spürbare Spuren auch auf die regulären Arbeitslosenzahlen im Kreis Northeim hinterlassen.

So stieg die Zahl, der Arbeitslosen kreisweit im April um fast 16 Prozent. Absolut sind 555 Personen mehr arbeitslos registriert als im Monat zuvor. Die Gesamt-Arbeitslosenzahl im Landkreis Northeim stieg damit auf 4054 Frauen und Männer.

Die Arbeitslosenquote im Kreis Northeim beträgt jetzt 5,8 Prozent. Im März und auch im Jahr zuvor lag sie noch bei jeweils 5,0 Prozent.

Nicht als arbeitslos gelten die Menschen, die wegen Corona in Kurzarbeit sind. Die Arbeitsagentur schätzt ihre Zahl in den Kreisen Northeim und Göttingen auf 49 000. 

Angesichts der Corona-Krise seien die Unternehmen bei ihrer Personalplanung momentan zurückhaltend, analysiert der Chef der Arbeitsagentur Göttingen, Klaus-Dieter Gläser, die aktuelle Lage auf dem Arbeitsmarkt in Südniedersachsen. 

Die Nachfrage nach Arbeitskräften sei um rund 50 Prozent zurückgegangen, sodass im April nur 675 neue Stellenangebote bei der Arbeitsagentur gemeldet worden seien. Das ist etwa die Hälfte der Meldungen, die zum Beispiel im vorigen Jahr eingegangen seien. Im Landkreis Northeim habe es nur 200 Neu-Meldungen, 132 weniger als im Vorjahr um diese Zeit. 

Gläser weiter: „Und dort, wo Kurzarbeit nicht greift oder sich bereits jetzt die wirtschaftlichen Perspektiven deutlich eingetrübt haben, hat es eben leider auch schon Entlassungen gegeben.“ Zudem hätten auch Weiterbildungsmaßnahmen der Jobcenter und der Arbeitsagentur, die sich mindern auf die Arbeitslosenzahlen auswirken, wegen Corona nicht durchgeführt werden können, so Gläser.

Hier die aktuellen regionale Abeitslosen-Quoten (ohne Kurzarbeit) im Landkreis: Northeim: 5,8 Prozent (Vormonat: 5,0/Vorjahr: 5,0); Uslar: 6,0 Prozent (Vormonat 5,3/ Vorjahr: 5,5 Prozent); Einbeck: 6,5 Prozent (Vormonat: 5,5/Vorjahr: 5,3 Prozent)

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