Kunden sind überwiegend ältere Menschen

Corona sorgt für Boom bei Verkaufswagen - Lebensmittel an Bord

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Von Salat bis Zwieback: Eckhard Fahlbusch hat alles an Bord des rollenden Supermarktes, wenn er in die Dörfer des Landkreises fährt.

Verkaufwagen der Bäckereien von Tuchtfeld und Thiele sowie Lemke’s rollender Supermarkt erleben seit eine verstärkte Nachfrage.

Northeim - „Ich habe in den 45 Jahren schon viele Auf und Abs erlebt“, berichtet Hans-Heinrich Lemke, dessen Fahrzeuge mit rund 2 500 Artikeln ein Vollsortiment bieten. Zurzeit kann er einen größeren Absatz verzeichnen, denn insbesondere ältere Menschen möchten zurzeit nicht gern mit Maske in einem großen Supermarkt einkaufen. 

Das kann auch sein Fahrer Eckhard Freudenthal bestätigen, der zweimal die Woche unter anderem in Langenholtensen Station macht. „98 Prozent der Kunden sind ältere Menschen“, berichtet er. Aufgrund von Corona seien mehr hinzugekommen, die er gern auch in Zukunft halten möchte. „Gott sei dank, gibt es dieses Angebot“, lobt denn auch gleich eine ältere Kundin, die mit Maske und Einkaufskorb ausgerüstet in den Transporter einsteigt, um ihren Einkauf zu tätigen. Sie freut sich, dass sie somit nicht auf den Bus angewiesen sei. Und fragt am Ende noch nach Blumenerde. „Die bringe ich das nächste Mal mit“, verspricht Fahlbusch.

Katja Thiele-Hann von der Bäckerei Thiele stellt an den Verkaufswagen ebenfalls einen deutlichen Umsatzanstieg seit Corona fest. Sie geht davon aus, dass die langjährigen Fahrer Vertrauen bei den Kunden genießen würden, was sich nun besonders auszahlen würde.

Selbstverständlich seien die Verkaufswagen wie eine Filiale mit allem, was für die Hygiene notwendig sei, ausgestattet, von fließendem Wasser bis zu Desinfektionsmittel.

Martin Tuchtfeld von der gleichnamigen Northeimer Bäckerei hat ebenfalls eine verstärkte Nachfrage an seinen zwei Verkaufswagen. Am Anfang der Krise sei vor allem Brot sehr gefragt gewesen, das dann von den Kunden eingefroren worden sei. Inzwischen habe sich hier die Situation normalisiert, aber noch immer würden mehr Brötchen und Kuchen verkauft. Damit könne er etwas den Ausfall im Café-Bereich kompensieren, fügt er an, denn da würden sich die Kunden mit einem Besuch noch etwas zurückhalten.

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