Fragen und Antworten zu den Wasserrettern

DLRG: „Wir retten auch die Badegäste am Freizeitsee“

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Haben die Sicherheit und Ordnung am Northeimer Freizeitsee immer im Blick: Sven Guse (links), Claudia Pinkert und die vielen anderen Aktiven der DLRG-Ortsgruppe Northeim.

Northeim. Die Wasserretter am Northeimer Freizeitsee haben erläutert, welche Aufgaben sie rund um den Badesee an der Autobahn 7 haben.

Mit seiner Äußerung, die Aktiven der Ortsgruppe Northeim der Deutschen Lebensrettungs-Gesellschaft (DLRG) würden am Freizeitsee die Seeaufsicht und nicht die Badeaufsicht übernehmen, hat Bürgermeister Hans-Erich Tannhäuser nicht nur bei den Ehrenamtlichen der DLRG, sondern auch in der Bevölkerung für Entrüstung gesorgt. Wir haben uns mit den Wasserrettern der DLRG über ihre Aufgaben unterhalten.

Ist die DLRG am Freizeitsee für die Badeaufsicht zuständig?

Ja, sagt der DLRG-Vorsitzende Sven Guse. Und das schon seit mehreren Jahren komplett ehrenamtlich, ohne Aufwandsentschädigung oder ähnliches. Und natürlich sei man nicht nur für die Rettung von Anglern oder Seglern zuständig, sondern auch für die Badenden.

Gibt es eine offizielle Badezone am Freizeitsee?

Nein. Zwar wirbt die Stadt Northeim auf ihrer Homepage noch immer mit dem schönen Badestrand, doch Betreiber der Badestelle ist die Stadt nicht mehr. Aus Kostengründen wurde vor einigen Jahren der Schwimmmeister eingespart, seitdem ist Baden dort quasi nur noch auf eigene Gefahr möglich. Verboten ist das Baden im Gegensatz zur Aussage des Bürgermeisters aber nicht.

Welche Aufgaben haben die DLRG-Aktiven am See?

!Sie sind zuständig für die Wasserrettung, außerdem von der Stadt mit der sogenannten Seeaufsicht beauftragt: Sven Guse und seine Mitstreiter dürfen Platzverweise erteilen, wenn sich Besucher nicht an die Benutzungsordnung für den See halten. Badegäste, die zum Beispiel mit ihrem Auto oder Motorroller auf die Liegewiese fahren, werden angewiesen, ihre Fahrzeuge auf dem Parkplatz abzustellen.

Seit wann ist die DLRG am Freizeitsee präsent?

Seit Jahrzehnten hat die DLRG im Bootshaus ihren Standort am See, zahlen dafür allerdings auch Miete an die Stadt. Seitdem ist die DLRG zuständig für die Wasserrettung. Der DLRG Northeim gehören derzeit 215 Mitglieder an. Im Schnitt 15 Rettungsschwimmer versehen im Sommer den Dienst am Freizeitsee.

Bekommen die DLRG-Aktiven von der Stadt Northeim für ihre Arbeit Geld?

„Nein“, sagt Sven Guse. „Wir arbeiten dort zu 100 Prozent ehrenamtlich. Wir zahlen den Sprit für unsere Boote und Fahrzeuge, für Reparaturen oder Anschaffungen komplett selbst. Von der Stadt bekommen wir keine Unterstützung.“ Die DLRG finanziert sich über Mitgliedsbeiträge und Schwimmkurse, in erster Linie aber über Spenden.

Warum arbeiten die Rettungsschwimmer vom Bootshaus aus und nicht direkt am See?

„Weil wir keinen Raum für die Badeaufsicht haben“, sagt Guse. Die Stadt habe der DLRG vor Jahren einen alten Bauwagen an den See gestellt. Der kann aber nicht benutzt werden, weil er total verschimmelt ist. Bürgermeister Tannhäuser habe vor Jahren einen Container zugesagt, in dem auch ein steriler Raum für die Behandlung von Verletzten eingerichtet werden sollte. „Passiert ist aber bisher nichts“, sagt Guse. Gerade sei die DLRG dabei, einen gebrauchten Wohncontainer in Eigenregie zu beschaffen.

Wohin kann man sich wenden, wenn man die DLRG unterstützen möchte?

Ansprechpartner sind Sven Guse, Tel. 0160 / 977 43 005, E-Mail sven-guse@northeim.dlrg.de oder Claudia Pinkert, Tel. 01573 / 2757 339, E-Mail claudia-pinkert@northeim.dlrg.de.

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