Besonders Bäume an der Bundesstraße 241 betroffen

Eingeschleppter Pilz aus Asien lässt Eschen sterben

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Kranke Bäume am Straßenrand: Wer mit dem Auto oder mit dem Fahrrad von Hammenstedt nach Northeim unterwegs ist, kann sehen, wie groß die Schäden an den Eschenbeständen in der Region sind. Die Baumkronen weisen schon erhebliche Lücken auf. 

Northeim. Im Landkreis Northeim greift das Eschensterben um sich.

Verantwortlich dafür, dass immer mehr Bäume mit Krankheitssymptomen registriert werden, ist das Falsche Weiße Stengelbecherchen, eine Schlauchpilzart, deren Ursprung im asiatischen Raum vermutet wird. Anfang der 1990er-Jahre wurden erstmals kranke Eschen in Polen entdeckt. Von dort aus hat sich die Baumkrankheit in ganz Europa ausgebreitet.

„Im Bereich Northeim ist ein Eschenbestand an der Bundesstraße 241 stark betroffen“, bestätigt Northeims Stadtförster Siegfried Arndt auf HNA-Anfrage, dass das Problem auch in der hiesigen Region angekommen ist.

Derzeit sei aber noch nicht entschieden, ob die Bäume gefällt werden müssen, erläutert Arndt, der auch für den Moringer Stadtwald sowie mehrere Genossenschaftswälder im Landkreis zuständig ist. Er habe zunächst mit der Forstlichen Versuchsanstalt in Hann. Münden Kontakt aufgenommen, die das Waldstück demnächst in Augenschein nehmen soll.

Arndt hält es für möglich, dass die Natur das Problem von ganz allein lösen wird. „In Moringen hatte ich drei stark befallene, kahle Bäume im Bestand, die deswegen in die Holzverwertung gehen sollten“, berichtet er. Doch im Frühjahr hätten diese wieder Laub gebildet und seien offensichtlich auf dem Weg der Besserung. Nun will Arndt noch einmal abwarten, sodass den drei Bäumen die Axt zumindest in diesem Jahr erspart bleiben wird.

Arndt vermutet, dass in den nächsten Jahren zwar viele junge, natürlich nachgewachsene Eschen dem Pilz zum Opfer fallen werden. „Aber es werden genügend übrig bleiben, die sich als resistent erweisen.“ Aufgrund der Erfahrungen mit den Ulmen, die vor einigen Jahren unter starkem Käferbefall gelitten hätten, sei er in dieser Hinsicht zuversichtlich. 

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