Hat das Bad eine Zukunft?

Neue Ideen zur Unterstützung des Moringer Flaakebads

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Bald geht die Freibadsaison wieder los: Die Pflege der Grünflächen im Moringer Flaakebad will nun der Förderverein mit tatkräftiger Unterstützung der Bürger übernehmen. Dies soll unter anderem auf dem Infoabend besprochen werden. 

Moringen. Wie steht es um die Gründung eines Trägervereins für das Moringer Flaakebad? Darüber wird morgen, Mittwoch, 11. April, um 19 Uhr auf einer weiteren Infoveranstaltung in der Moringer Stadthalle gesprochen.

Auch, wenn die Gründung des sehnlich erwünschten Trägervereins bisher noch ausgeblieben ist – hinter den Kulissen wird bereits seit Wochen fleißig an Ideen gearbeitet, welche Aufgaben man der Stadtverwaltung auch ohne Trägerverein in der neuen Saison abnehmen kann.

Denn aufgrund der getroffenen Zielvereinbarung mit dem Land Niedersachsen muss die Stadtverwaltung allein beim Flaakebad 65.000 Euro einsparen.

„Es hat sich innerhalb des Fördervereins eine Arbeitsgruppe gebildet, die quasi so etwas wie die Light-Version eines Trägervereins ist“, erzählt Wolfgang Boldt, Mediziner in Moringen. Zu den Mitgliedern der Arbeitsgruppe gehören Friedegunde Blöcker, Rudolf Bödcher, Ralf Harke, Wolfgang Boldt, sowie Guido Zillmann und Stefan Scholz vom DLRG.

Dass sich schon morgen Abend ein Trägerverein gründen wird, sei zum jetzigen Zeitpunkt eher unwahrscheinlich, ist sich Boldt sicher. Den Mitgliedern der neu gebildeten Arbeitsgruppe ist dennoch bewusst, dass zeitnah etwas passieren muss, wenn das Flaakebad noch viele weitere Jahre für Badespaß bei Groß und Klein sorgen soll.

Stadtverwaltung entlasten

„Der Förderverein will mit tatkräftiger Unterstützung zeitnah die Grünflächenpflege des Bads übernehmen, um die Stadtverwaltung bereits in diesem Punkt finanziell zu entlasten“, teilt Wolfgang Boldt mit. Bisher werden die Arbeiten zu Lasten der Verwaltung von Mitarbeitern des Bauhofes erledigt und verursachten Kosten, die man durchaus einsparen könne. „’Moringen putzt sich’ könnte direkt als Startschuss dafür genommen werden“, so Wolfgang Boldt.

Personalkosten

Denn eines sei ebenfalls klar: Bekäme man die Pflege der Grünflächen mit tatkräftiger Unterstützung der Bürger nicht organisiert, brauche man über die Gründung eines Trägervereins gar nicht weiter nachdenken. „Das wird dann nicht funktionieren“, zeigt sich Boldt in diesem Punkt wenig optimistisch.

Außerdem müsse bis zum Ende der diesjährigen Schwimmbadsaison auch klar sein, wie es mit den Schwimmmeistern weitergehen soll. Auch die beiden sind bisher bei der Stadt angestellt, verursachen somit Personalkosten.

Anerkennung aus Politik

„Laut der nun getroffenen Zielvereinbarung mit dem Land muss die Stadt Moringen allerdings langfristig ihre Personalkosten senken“, erklärt Boldt. Somit bestehe auch hier Handlungsbedarf, denn ohne Schwimmmeister gehe es nicht, soviel sei klar.

Einige Mitglieder der Arbeitsgruppe stellten ihre Ideen und Anregungen bereits den Moringer Ratsfraktionen vor. Der Druck zur Gründung eines Trägervereins kam immerhin aus der Politik, mit dem Beschluss, Fördergelder für eine Sanierung auszuschlagen, sollte sich kein Trägerverein gründen.

„Die Präsentationen liefen gut und wir haben Lob und auch Anerkennung dafür bekommen, dass wir uns bereits Gedanken gemacht haben, wie man dem Flaakebad helfen kann“, fällt Boldts Fazit positiv aus.

Fördermittel nicht bekommen

Das Thema Fördergeld, und damit auch die geplante Sanierung des Flaakebads, dürfte in Moringen erst einmal auf Eis gelegt sein. Laut einer aktuellen Pressemitteilung des Innenministeriums des Landes Niedersachsen wurden die Sanierungspläne des Moringer Freibads bei der Fördermittel-Vergabe nicht berücksichtigt. Das bestätigte Bürgermeisterin Heike Müller-Otte auf Nachfrage der HNA. 

„Wir bekommen die Mittel für die Kofinanzierung nicht, das wurde uns nun mitgeteilt.“ Die erforderlichen Einsparungen für die Umsetzung der Zielvereinbarung in Höhe von 65.000 Euro machen Sparmaßnahmen dennoch dringend erforderlich.

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