Ein Drittel ist aus Syrien

Flüchtlinge aus zwölf Nationen leben im Landkreis Northeim

Flüchtlinge im Lager Friedland: Nach ihrer Registrierung werden sie auf die Landkreise verteilt: In den Landkreis Northeim kommen zurzeit wöchentlich durchschnittlich 19. Foto:  dpa

Northeim. Die Flüchtlingssituation im Landkreis Northeim hat sich entspannt. Nach den Worten von Landrätin Astrid Klinkert-Kittel kommen wöchentlich durchschnittlich nur noch 19 registrierte Flüchtlinge an.

In dieser Woche seien es sogar nur acht. In Spitzenzeiten im vergangenen Herbst waren es bis zu 70 in der Woche.

Folge des Rückgangs: Der Landkreis musste von der Möglichkeit, in Northeim in den Bereichen Tschaikowskistraße, Teichstraße und in der Südstadt Wohnungen anzumieten, keinen Gebrauch machen, betonte der Erste Kreisrat Dr. Hartmut Heuer. Der Verwaltungsausschuss des Kreistags hatte für die Anmietung von maximal 130 Wohnungen grünes Licht gegeben.

Zurzeit hat der Landkreis noch 130 andere Wohnungen im Bestand, die angemietet werden könnten. Nach Klinkert-Kittels Worten sind davon 42 kurzfristig beziehbar.

Insgesamt leben derzeit 1974 registrierte, dem Landkreis zugewiesene Flüchtlinge zwischen Bodenfelde und Lindau. Von denen kommen laut Kreisverwaltung 30,5 Prozent aus Syrien, 15,2 Prozent aus dem Irak, 13 Prozent aus Afghanistan. 5,9 Prozent kommen aus der Russischen Föderation und je 4,5 Prozent aus dem Kosovo, Albanien und dem Libanon. Der Rest verteilt sich auf die Herkunftsländer Eritrea, Iran, Serbien, Pakistan und Somalia.

Die Notunterkünfte in Wahmbeck und Dassel will der Landkreis zunächst weiter betreiben. Sie sollen als vorübergehende Domizile für ankommende Flüchtlingen dienen, bis passender Wohnraum für sie gefunden ist“, so Heuer.

Nach wie vor gebe es einen Mangel an kleinen Wohnungen. Außerdem machten eine Reihe von Vermietern Vorgaben, wer in ihren Wohnungen untergebracht werden kann. Einige wollen keine alleinstehenden Männer, andere nur Christen, so dass nicht immer sofort eine Wohnung zugewiesen werden könne.

Mehr zum Thema in der Donnerstagausgabe der Northeimer und der Sollinger HNA

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