T-Shirt-Slogan: "Mach mich an die Decke!"

Freitag, der 13.: Wehr wirbt für Rauchmelder

Mach mich an: Auch mit dem T-Shirt mit dieser Aufschrift wird für die lebensrettenden Rauchmelder geworben. Das Bild zeigt von links Diana Mißling, Sabrina Schmidt, Dorothea Bierwirth, Sven Helmold und Marktinhaber Ralf Adolph. Foto:  Oschmann

Katlenburg. Freitag der 13. gilt für viele Menschen als Unglückstag Nummer eins. Bei der Feuerwehr ist das anders.

„Wir nutzen diesen Tag, um Unglücken vorzubeugen“, erläutert Sven Helmold, Brandschutzerzieher und Brandschutzaufklärer der Gemeinde Katlenburg-Lindau und des Landkreises Northeim. Denn Freitag der 13. ist bei der Feuerwehr generell der Rauchmeldertag.

In diesem Jahr gibt es Freitag den 13. gleich dreimal - und jeder Tag wird genutzt, um Werbung für diese kleinen Lebensretter zu machen. Vor allem auch vor dem Hintergrund, dass die Rauchmelder Ende dieses Jahres verpflichtend in jeder Wohnung in Niedersachsen installiert sein müssen.

Sven Helmold nutzt jede Gelegenheit, auf die Wichtigkeit von Rauchmeldern aufmerksam zu machen. Laut Erhebungen des Statistischen Bundesamtes stirbt in Deutschland durchschnittlich jeden Tag ein Mensch an den Folgen eines Brandes. „95 Prozent davon ersticken an giftigen Rauchgasen. Rauchmelder hätten deren Leben wahrscheinlich retten können“, sagt der Brandschutzerzieher.

Jetzt hat Helmold wieder eine Gelegenheit genutzt, und zwar während einer Ausbildung zum Brandschutzhelfer im Katlenburger Rewe-Markt. Nach Auskunft von Inhaber Ralf Adolph muss ein bestimmter Teil der 65 Mitarbeiter über eine derartige Ausbildung verfügen.

Verhalten im Ernstfall 

Dabei wurde den 14 Mitarbeitern vermittelt, wie sie sich in einem Brandfall verhalten müssen, wie sie möglichst schnell dafür sorgen, dass alle Personen die Geschäftsräume zum Beispiel über die Fluchtwege und Notausgänge verlassen und wie man mit einem Feuerlöscher umgeht.

„Der teurere Rauchmelder ist langfristig gesehen die günstigere Variante!“

„Dabei haben wir natürlich eindringlich auf die Wichtigkeit von Rauchmeldern aufmerksam gemacht. Das gilt ganz speziell für den heimischen Wohnraum“, sagt Helmold. Das positive Ergebnis: Die Feuerwehr hat für die Kursteilnehmer 43 Rauchmelder bestellt und jetzt ausgegeben.

Im Angebot waren zwei Ausführungen: für acht Euro und für 20 Euro. Die teurere Variante verfügt über eine Lebensdauer von zehn Jahren ohne Batterietausch. Bei der günstigeren Lösung müssen spätestens alle zwei Jahre die Monoblock-Batterien ausgewechselt werden. „Daraus ergibt sich, dass der teurere Rauchmelder langfristig gesehen die bessere und sogar günstigere Lösung ist“, gibt Helmold einen Tipp.

„Für viele Gegenstände geben wir heutzutage Geld aus - nur bei der eigenen Sicherheit und der unserer Kinder wird oft gespart“, so Helmold. Er macht darauf aufmerksam, dass die Rauchmelder nach der Installation natürlich gewartet werden müssen. „Der beste Rauchmelder kann im Ernstfall nicht funktionieren, wenn beispielsweise die Batterie leer oder der Rauchmelder stark verschmutzt ist.“

Ansprechpartner: 

Für Fragen rund um die Rauchmelderpflicht und Installation der „Lebensretter“ steht der Brandschutzerzieher unter 05552 / 8463 gern zur Verfügung.

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