Gebühren werden angepasst: Restmüll wird im Kreis Northeim billiger

Northeim. Die Menschen im Landkreis Northeim dürfen sich auf sinkende Müllgebühren freuen. Grund dafür sind Überschüsse in Millionenhöhe.

Wie aus einer Vorlage für die Sitzung des Abfallwirtschaftsausschusses am Donnerstag, 12. Januar, hervorgeht, sollen die Gebühren für die Restmülltonne für Privathaushalte um 14,2 Prozent und für Gewerbebetriebe um 9,6 Prozent sinken. Die Gebühren für die Bioabfallentsorgung bleiben konstant.

Die Gebührensenkung wird laut der Verwaltungsvorlage notwendig, weil im Restmüllbereich einschließlich der gebührenmäßig dazugehörenden Sperrmüllabfuhr und der Schadstoffabholung in den vergangenen beiden Jahren hohe Überschüsse erzielt worden sind. Nach dem niedersächsischen Kommunalabgebengesetz müssen Gebührenüberschüsse spätestens nach drei Jahren ausgeglichen werden.

Aus den Jahren 2014 und 2015 ist ein Überschuss von 1,9 Millionen Euro aufgelaufen, obwohl bereits 2014 die Gebühren für die Restmüllentsorgung um fast fünf Prozent gesenkt worden waren. Für das vergangenen Jahr wird außerdem ein Überschuss von 290.000 Euro erwartet.

Polster wird schrumpfen 

Knapp 700.000 Euro sollen für die Gebührensenkung in diesem Jahr verwendet werden. Der verbleibende Überschuss wird auf 2018 übertragen. Da aber der künftige Gebührensatz nicht mehr kostendeckend ist, wird das verbleibende Polster in der Kasse der Kreisabfallwirtschaft in den nächsten Jahren schrumpfen.

Wann der Überschuss verbraucht ist und die Gebühren deshalb wieder steigen müssen, hängt auch von den übrigen Erlösen ab, beispielsweise durch den Vermarktung des Altpapiers.

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