Notbetreuung ausgeweitet

Kindergarten-Träger berichten von Flut an Anträgen

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Der Spielplatz wie leer gefegt: Der städtische Kindergarten Ostpreußenstraße und die Spielgeräte wirken verlassen, aber auch hier werden Kinder in Notgruppen betreut.

Für Kitas, Krippen und Horte gilt weiterhin die Notbetreuung. Dafür werden jedoch seit Anfang vergangener Woche die Betreuungskapazitäten ausgeweitet, teilte das Land Niedersachsen mit.

„Wir haben eine Flut an Anträgen erhalten und setzen aktuell alles daran, diese schnellstmöglich zu bearbeiten“, erklärt Marco Thormann, Betriebswirtschaftliche Leitung beim Kirchenkreis Leine-Solling. Der Kirchenkreis ist Träger von insgesamt 13 Einrichtungen im Landkreis. „Wir haben bereits Anträge bewilligt und die jeweiligen Kinder besuchen auch schon wieder die Kindergärten.“ 

Nach und nach sollen die Anträge priorisiert und abgearbeitet werden. Zu beachten sei jedoch, dass viele Eltern ihren Anspruch auf Antragsprüfung mit dem Anspruch auf einen Notbetreuungsplatz verwechseln. „Wir kämpfen hier immer noch gegen eine Pandemie, das sollte im Vordergrund stehen“, so Thormann.

Sorgsame Platzvergabe ist erforderlich

Die begrenzten Betreuungsplatzkapazitäten der Notgruppen, die aus maximal fünf Kindern bestehen sollen, erfordern nach wie vor eine sorgsame Platzvergabe, heißt es dazu vom Landkreis Northeim. Bereits vorab habe ein intensiver Abstimmungsprozess mit dem Ziel stattgefunden, im Landkreis Northeim möglichst vergleichbare Entscheidungen treffen zu können. 

Um das Verwaltungsverfahren transparent zu gestalten, sei ein landkreiseinheitlicher Antragsvordruck und eine Arbeitgeberbescheinigung erarbeitet worden. Diese werden von den Kita-Leitungen ausgehändigt und sind auch online über die Städte und Gemeinden verfügbar.

Kinderbetreuung berufsbedingt große Belastung für Eltern

Es sei deutlich erkennbar, dass es für viele Eltern berufsbedingt eine große Belastung ist, die Kinderbetreuung zu organisieren, so der Landkreis. Da die Notbetreuung auf das notwendige und epidemiologisch vertretbare Maß zu begrenzen ist, könne nicht allen Anträgen entsprochen werden.

 Insbesondere bei Absagen finden zuvor noch Abstimmungsgespräche zwischen Kita-Trägern und Stadt oder Landkreis statt, um über diesen Austausch möglichst alle beteiligten Personen und der neuen Situation gerecht zu werden, erklärt der Kreis.

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