Wegen Corona-Schließung

Kita-Gebühren im Landkreis Northeim gibt es zurück

Corona SchutzmaßnahmenNotgruppe Kindergarten Ostpreußenstraße Northeim
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Der städtische Kindergarten Ostpreußenstraße in Northeim. 

Die Kommunen im Landkreis Northeim möchten angesichts der Belastungen durch die Corona-Epidemie Familien mit kleinen Kindern finanziell entlasten.

Die Städte und Gemeinden wollen Eltern die Gebühren für die Kindertagesstätten für den ganzen April rückerstatten.

Das Geld soll von den jeweiligen Trägern der Einrichtungen an die Erziehungsberechtigten schnellstens rücküberwiesen werden. Das teilten die beiden Bürgermeister Uwe Ahrens (Gemeinde Katlenburg-Lindau) und Torsten Bauer (Stadt Uslar) in ihren Funktionen als Geschäftsführer des Kreisverbands des Städte- und Gemeindebunds beziehungsweise Niedersächsischen Städtetages mit. 

Uwe AhrensBürgermeister

Der Schritt sei kürzlich in einer Telefonkonferenz mit allen Hauptverwaltungsbeamten der Kommunen im Landkreis so gefasst worden, betont Ahrens. Der Weg der Rückerstattung sei deswegen gewählt worden, weil dieser am unbürokratischsten und schnellsten gegangen werden könne, betont Ahrens. Den kirchlichen oder andern freien Trägern von Kitas würden die Eltern-Rückerstattungen zeitnah über den Defizitausgleich ersetzt.

Torsten Bauer: „In diesen schwierigen Zeiten, soll dies ein Zeichen der Solidarität und eine spürbare Entlastung für die Familien sein. Ein Weg, der wirklich hilft, ohne, dass irgendwelche Server zusammenbrechen.“ Erstattet werden soll die Zeit der Kita-Schließung, die ja seit dem 16. März gilt erst einmal der komplette Monat April.

Torsten Bauer, Bürgermeister von Uslar

Dann, so Ahrens, müsse man weiterschauen, wie es weitergehe mit den Wieder-Öffnungen. Sollten die Kitas wegen der Pandemie auch noch im Mai geschlossen bleiben, müsse man neu entscheiden, was mit den Mai-Beiträgen passiere, so die Bürgermeister.

Für die Stadt Uslar hat Torsten Bauer die finanzielle Belastung durch die Erstattungen der Elternbeiträge schon einmal grob durchrechnen lassen: „Das sind rund 15 000 Euro, die wir dann zu tragen haben.“

Entsprechende Beschlüsse für die Erstattungen würden die Städte und Gemeinden in Kürze in den Ratsgremien fassen, so Ahrens und Bauer.

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