Immer weniger Sitzenbleiber

Kreis Northeim: Gymnasien froh über gute Versetzungsquote

Northeim /Uslar. Die Anzahl der Sitzenbleiber in den allgemeinbildenden Schulen ist in allen Bundesländern zurückgegangen – außer in Niedersachsen.

Das geht aus einer Statistik für die vergangenen Schuljahre hervor. Der Anteil der Sitzenbleiber lag im Schuljahr 2014/2015 in Niedersachsen bei 2,5 Prozent. Auffällig hoch ist der Anteil in den Hauptschulen. Hier wiederholten 5,4 Prozent aller Schüler ein Jahr. In Gymnasien hat sich der Anteil der Sitzenbleiber in der selben Zeit auf 1,6 Prozent fast halbiert.

Viele Sitzenbleiber gibt es am Gymnasium in Uslar nicht. Schulleiter Hermann Weinreise sagte, dass immer weniger Schülerinnen und Schüler eine Klasse wiederholen: „Wir sprechen rechtzeitig mit Schülern und ihren Eltern, wenn sich Probleme bei der Versetzung abzeichnen. Durch effektive Maßnahmen kann das Sitzenbleiben oft verhindert werden.“ Weinreis fügt hinzu, dass es vereinzelt immer Schüler gebe, die die Schulform Gymnasium nicht fortsetzen wollen und freiwillig auf andere Schulen wechseln.

„Sehr zufrieden“ ist Christoph Dönges, Leiter des Northeimer Gymnasiums Corvinianum, mit der Versetzungsquote an seiner Schule: Von 810 Schülern in den Klassen 5 bis 10 wurden 793 versetzt, was 97,7 Prozent entspricht. „Allerdings wiederholen von den Versetzten auch fünf oder sechs Schüler die Klasse freiwillig“, so Dönges.

An der Northeimer Thomas-Mann-Schule (Haupt- und Realschule) sind von insgesamt 265 Schülern diesmal drei sitzen geblieben, zwei in der achten Hauptschul- und einer in der siebten Hauptschulklasse. Das entspricht einer Quote von 1,1 Prozent. „Das ist echt sehr wenig“, so Schulleiterin Anika Müller-Wüstefeld.

Sitzenbleiber machen sich auch in den Schulfinanzen bemerkbar. Laut des Statistischen Bundesamts entstehen mit jedem Wiederholer erheblich höhere Kosten als die, die in vorbeugende Maßnahmen zur Vermeidung von Sitzenbleibern investiert werden.

Rubriklistenbild: © dpa

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