400 bis 500 Betrugsfälle jedes Jahr

Kreis Northeim: Kriminelle treiben ihr Unwesen im Internet

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Zwischen 400 und 500 Fälle von Betrug im Internet bearbeiten die Beamten der Polizeiinspektion Northeim pro Jahr.

Den Opfern dieser Betrügereien ist in den vergangenen fünf Jahren ein Schaden von mehr als einer Million Euro entstanden.

Diese Zahlen sorgen bei Polizeihauptkommissar Dirk Schubert, Beauftragter für Kriminalprävention, und den Beamten des Cybercrime-Teams der Polizeiinspektion für Stirnrunzeln.

„Die Maschen der dreisten Betrüger werden immer perfider“, sagt Schubert. Er und seine Kollegen können nur immer wieder Tipps geben, wie man sich gegen solche Betrugsmaschen schützen kann.

Cybercrime-Team eingerichtet

„Unsere Ermittlungen starten nämlich leider immer erst dann, wenn schon etwas passiert ist“, sagt der Polizeihauptkommissar. Seit Längerem gibt es bei der Polizeiinspektion ein sogenanntes Cybercrime-Team, deren Mitarbeiter sich nahezu ausschließlich mit Kriminalität im Internet befassen.

Immer wieder stoßen sie dabei auf Betrügereien auf Verkaufsplattformen, wie zum Beispiel Ebay und Ebay-Kleinanzeigen. Dort wird Ware besonders günstig angeboten, das spätere Opfer bestellt, bezahlt, die Ware bekommt es aber nicht. Denn sofort, nachdem das Geld auf dem angegebenen Konto eingetroffen ist, wird es gelöscht, der Betrüger hinterlässt keine Spuren im Internet. 

„Love scamming“ 

Ebenfalls „beliebt“ bei den Kriminellen im Netz ist das sogenannte „Love scamming“. Hier sind die Täter in Online-Partnerbörsen oder sozialen Netzwerken gezielt auf der Suche nach potenziellen Opfern. Ist ein Kontakt erst mal hergestellt, werden diese mit Liebesbekundungen und Aufmerksamkeit überhäuft – und zwar einzig und allein mit dem Ziel, ihnen das Geld aus der Tasche zu ziehen. 

Denn die virtuellen Partner geben plötzlich vor, bei einer Geschäftsreise in Geldnot geraten zu sein. Oder sie benötigen Geld für eine wichtige Operation ihres Kindes. Bei dieser Form des Betrugs werden die Opfer laut Dirk Schubert nicht nur finanziell, sondern auch emotional geschädigt. 

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