Aktionen gegen Menschenfeindlichkeit sollen gefördert werden

Kreis: Partnerschaft für Demokratie und gegen Rechtsextremismus

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HoGeSa (Hooligans gegen Salafisten) nennt sich eine bundesweit agierende Aktionsgruppe, die sich gegen den Salafismus in Deutschland wendet. Der Gruppe werden oft Rechtsradikale Hintergründe vorgeworfen.

Northeim. Aufbauend auf den seit drei Jahren bestehenden Lokalen Aktionsplan „Toleranz fördern - Kompetenz stärken“ läuft jetzt kreisweit ein neues Förderprogramm an.

Sein Titel: „Partnerschaft für Demokratie“, sein Ziel: die Unterstützung von Aktionen, die das Demokratieverständnis und die Vielfalt in der Gesellschaft fördern.

Jährlich zunächst 30.000 Euro an Sachkosten für Projekte sowie 25.000 Euro für Personal werden kreisweit bis ins Jahr 2019 zur Verfügung stehen, berichtet Silke Doepner von der Werk-statt-Schule Northeim, die wie zuvor beim Lokalen Aktionsprogramm wiederum die Projekt-Koordination übernimmt. Zwei Drittel der Kosten übernimmt der Bund, den Rest muss der Landkreis als Projektträger aufbringen, über den Haushalt oder über seine Stiftungen.

Bewährte Initiativen des auslaufenden Lokalen Aktionsplans, die sich auf Aktionen gegen Rechtsextremismus und Gewalt konzentrieren, werde das neue Programm wieder aufnehmen, erläutert Doepner. Allerdings bilde die Demokratieförderung und damit auch die Arbeit gegen Politikverdrossenheit einen neuen Schwerpunkt.

Grundsätzlich können alle Projekte von Vereinen, Institutionen, Gruppen und Einzelpersonen gefördert werden, die zum Ziel haben, die Integration von an den Rand gedrängten Menschen zu fördern und die gegen Gewalt und Menschenfeindlichkeit in welcher Art auch immer gerichtet sind. Dazu gehören weiter auch Aktionen gegen Rechtsextremismus. Möglichst sollen auch lokale Bündnisse aufgebaut werden, die sich mit den genanten Themen beschäftigen.

„Jede Idee ist uns dazu willkommen“, sagt Doepner, und auch Jeder, der mitmachen will.“ Das können Interessierte zum Beispiel im Begleitausschuss zum Projekt, in dem neben Vertretern aus zivilgesellschaftlichen Gruppen auch Delegierte aus allen Städten und Gemeinden des Kreisgebiets mitarbeiten sollen. (goe)

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