Verkehrsunfallstatistik der Polizei

Landkreis Northeim: Im vorigen Jahr mehr Unfalltote als 2018

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Elf Menschen sind im Vorjahr bei Verkehrsunfällen auf den Straßen des Landkreises Northeim ums Leben gekommen.

Das sind fünf Getötete mehr als im Jahr 2018. Diese und viele andere Zahlen hat die Polizeiinspektion Northeim am Donnerstag in ihrer Verkehrsunfallstatistik vorgestellt.

Drei Menschen starben als Fahrer oder Beifahrer eines Autos, außerdem sechs Motorradfahrer und -fahrerinnen, der Fahrer eines Kleintransporters sowie ein Fußgänger.

Insgesamt registrierte die Polizei im vorigen Jahr 3220 Verkehrsunfalle, das ist im Vergleich zum Jahr 2018 (3104 Unfälle) ein leichter Anstieg um 3,7 Prozent. Meist blieb es bei Blechschäden.

Die Hauptunfallursachen waren Vorfahrtverstöße (193), falsches Abbiegen (69), zu geringer Abstand (732) sowie überhöhte oder nicht angepasste Geschwindigkeit (188). Hinzu kommen laut Statistik Verkehrsunfälle durch Ablenkung und unter dem Einfluss von Alkohol, Medikamenten oder Drogen.

Polizeioberrat Niklas Fuchs, Leiter Einsatz der Polizeiinspektion Northeim, und Polizeihauptkommissar Peter Schliep, Sachbearbeiter Verkehr, betonten dazu: „Wir werden als Polizei alle Anstrengungen unternehmen, um dieser negativen Entwicklung entgegen zu treten. Wir wollen mit unseren Überwachungsmaßnahmen Menschenleben retten“. Bei den Unfallzahlen sei aber auch zu berücksichtigen, dass schon im vorigen Jahr das Straßennetz im Landkreis zeitweise durch die Baumaßnahmen auf der Autobahn 7 stark frequentiert gewesen sei.

Bei den sogenannten Risikogruppen gab es 2019 sowohl bei den jungen Fahrern (18 bis 24 Jahre), als auch bei den Senioren (über 65 Jahre) leicht gestiegene Unfallzahlen.

2019 erwischte die Polizei 132 Fahrer und Fahrerinnen, die unter Alkoholeinfluss standen. Das sind 17 Prozent mehr als ein Jahr zuvor (113). Auch bei den unter Drogeneinfluss stehenden Fahrern gab es einen sehr starken Anstieg: Von 104 entdeckten Drogenfahrten im Jahr 2018 stieg die Zahl auf 136 Fahrten (plus 31 Prozent) im zurückliegenden Jahr. 

Die Nutzung von Smartphones am Steuer bleibt eines der größten Probleme im Straßenverkehr, so die Polizeiinspektion Northeim in ihrer Unfallstatistik für 2019: Im vergangenen Jahr wurden 1065 sogenannte „Ablenkungsverstöße“ registriert, das sind rund 36 Prozent mehr als 2018 (784). Selbst die Anhebung des Bußgeldes auf 100 Euro und ein Punkt in der Flensburger Verkehrssünderdatei hätten somit nicht den gewünschten Erfolg gebracht. 

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