Mit Ausbau für E-Bikes

Landkreis Northeim plant  Verbindung zweier Fernradwege

Die beiden Fernradwege Weser- und Leine-Heide-Radweg, die auch den Landkreis Northeim durchqueren, sollen miteinander v erbunden werden. Unser Bild entstand auf dem Weserradweg. Foto: Weserbergland-Tourismus

Zwei beliebte Fernradwege, die den Landkreis Northeim durchqueren, sollen miteinander verbunden werden. Das hat die Northeimer Kreisverwaltung mitgeteilt.

Westlich des Kreisgebietes, vorbei an Bodenfelde, schlängelt sich der Weserradweg. Weiter östlich berührt der Leine-Heide-Radweg Ortschaften in Nörten-Hardenberg, Northeim und Einbeck. Der Landkreis Northeim möchte gemeinsam mit den Städten Hardegsen und Uslar, der hessischen Gemeinde Wesertal sowie den Flecken Bodenfelde und Nörten-Hardenberg diese beiden Radwege miteinander verbinden, sagt Landkreis-Sprecher Dirk Niemeyer.

Mit der sogenannten „Weser-Leine-Route“ soll eine solche Verbindung entstehen. Die etwa 40 Kilometer lange Strecke trifft in den Ortschaften Bodenfelde und Nörten-Hardenberg auf die beiden vorhandenen Fernradwege.

So soll der Lückenschluss zwischen Bodenfelde und Nörten-Hardenberg aussehen. Foto: Landkreis Northeim

Mit dieser zusätzlichen Verbindungsroute südlich des Sollings solle dem Radverkehr in der Region ein starker Impuls gegeben werden, von dem letztendlich die gesamte Tourismusbranche profitieren soll, heißt es weiter.

Insgesamt seien sieben sogenannte multimodale Verknüpfungspunkte festgelegt worden, die sich an Bahnhöfen und Omnibusbahnhöfen in den Hauptorten befinden, um unkompliziert vom Fahrrad auf andere Verkehrsarten wechseln zu können.

Da immer mehr Menschen E-Bikes nutzen, stehe der neu geplante Radweg ganz im Zeichen der E-Mobilität. An den Bahnhöfen und in Ortszentren sollen daher Ladestationen und sichere Abstellmöglichkeiten entstehen.

Die teilweise bereits vorhandenen Radwege müssten dazu ausgebaut werden, außerdem sollen Infotafeln, Ausschilderungen und Schutzhütten entlang der Route errichtet werden.

Kosten: 4,7 Millionen Euro

Das Büro für Stadt- und Regionalentwicklung Braunschweig habe in seinem Abschlussbericht die Kosten ermittelt: Demnach werde die Umsetzung insgesamt etwa 4,7 Millionen Euro kosten, so Niemeyer weiter. Die Bauphase könne bis zu vier Jahre dauern. In der nächsten Sitzung des Bau- und Umweltausschusses des Landkreises werde das Projektbüro den Abschlussbericht vorstellen.

Im Rahmen des Programms „Klimaschutz durch Radverkehr“ fördere das Bundesumweltministerium Maßnahmen dieser Art mit bis zu 75 Prozent.

In einem zweistufigen Verfahren werde beim Bundesumweltministerium ein Antrag auf Fördermittel gestellt. Mit der Entscheidung werde frühestens Ende 2021 gerechnet. 

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