Preis für Gerste ist stark gesunken

Landwirte im Landkreis Northeim erwarten durchschnittliche Erträge

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Mähdrescher im Einsatz: Bei Hollenstedt entstand gestern dieses Bild vom Dreschen eines Gerstenfelds.

Northeim. Die Getreideernte hat begonnen. Die Landwirte im Landkreis Northeim erwarten eine durchschnittliche Ernte. Für eine abschließende Beurteilung sei es zwar noch zu früh, betonte der Vorsitzende des Landvolk-Kreisverbands Northeim-Osterode, Hartmut Danne auf HNA-Anfrage. Aber nach dem Beginn der Gerstenernte ließen die erste Ergebnisse diese Prognose zu.

Aber: „Die Preise sind erbärmlich“, sagte Danne. Pro Tonne Gerste würden aktuell maximal nur 115 Euro gezahlt. Vor einem Jahr erhielten die Bauern noch 150 Euro. Grund für den Preisverfall sei, dass weltweit gute Ernten erwartet werden.

„Viele Landwirte sind knapp bei Kasse.“ Infolge des Preisverfalls auch bei Fleisch und Milch könnten sie es sich nicht leisten, Getreide einzulagern, um auf steigende Preise zu warten.

Die Ernte habe in diesem Jahr früh begonnen. Die Landwirte seien überrascht gewesen, wie schnell die Gerste in den vergangenen Wochen abgereift sei.

Offen sei noch, wie hoch die Ausfälle durch Pilzkrankheiten seien. Einige seiner Berufskollegen hätten nach dem Abernten der ersten Felder über kleinere Körner als Folge von Pilzbefall geklagt. Die Ausfälle durch Hagelschäden seien gering.

Beim Weizen sind nach Dannes Worten dagegen Ernteausfälle zu erwarten, da auf einigen Äckern die Pflanzen „ins Lager gegangen sind“, wie es Fachjargon heißt, also durch Starkregen und Sturm niedergedrückt worden. Die Folge sind Qualitätsverluste - und eine erschwerte Ernte.

Bevor die Weizenfelder gedroschen werden, müssen die Bauern noch den Raps ernten. „Schlecht sehen die Felder nichts aus“, geht Danne auch bei der Ölfrucht von einer mindestens durchschnittlichen Ernte aus.

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