Hohe Kosten für Landwirte

Landwirte sauer über weggeworfenen Müll: Ein Rind bereits an Plastik verendet

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Finden immer wieder Müll an Weiden und in Gräben: Heinrich Sander und Elisabeth Schulte-Sander.

Echte. Achtlos weggeworfener Müll, darunter auch Autoreifen, Fahrräder oder ganze entsorgte Autos, ist für Landwirte und Waldbesitzer ein Problem - und das seit Jahren. 

Dieses Problem verursacht nicht nur Kosten, sondern kann auch für Nutztiere lebensgefährlich werden.

Familie Sander hat ihren Hof zwischen Echte und Willershausen. Seit Jahren bereitet ihnen Müll, der achtlos in die Landschaft geschmissen wird, große Probleme. Ein Beispiel sind Flachmänner, die früher aus Glas, heute überwiegend aus Plastik sind. Beim Mähen kommt es dann zu Problemen.

Lebensgefährlich für Tiere

„Wenn das Plastik an einer Weide zersplittert, bleibt es in der Silage, gerät bei Rindern in den Labmagen und perforiert ihn von innen“, erklärt Elisabeth Schulte-Sander. Auf diese Weise hat die Familie bereits ein Tier verloren. 

Ein weiterer Punkt ist der erhöhte Verschleiß an Maschinen bis hin zu Schäden. So hat Heinrich Sander beim Mähen ein im dichten Gras entsorgtes Fahrrad erwischt. Zwei Schlegel sind dabei zerstört worden, was einen Schaden von gut 100 Euro bedeutet. Dazu kommt die Reparatur der Maschine, die viel Zeit in Anspruch genommen hat, da sich die Aluminiumteile fest um die Bauteile der landwirtschaftlichen Maschine gewickelt hatten. 

Einen weiteren Vorfall gab es kürzlich mit einem Autoreifen samt Felge, der ins Mähwerk gekommen ist. „Das Entsorgen des Reifens kostet nur einen Euro, aber man muss ihn eben wegbringen“, sagt Schulte-Sander.

Dieses Video ist ein Inhalt der Videoplattform Glomex und wurde nicht von der HNA erstellt.

Verhalten wirft Fragen auf

Warum Menschen immer wieder Autoteile oder ganze Autos unter anderem im Wald um Echte sowie Müll bei Privatwaldbesitzern entsorgen oder viele Fast-Food-Verpackungen einfach aus dem Autofenster werfen, kann sich die Familie nicht erklären. „Einen einzelnen Autoreifen hätten wir auch genommen. Genauso können Bürger kleine Mengen Kompost bei uns loswerden oder sich einen Maiskolben abpflücken, allerdings muss man dazu vorher fragen“, betont Schulte-Sander. Das sei allerdings aus der Mode gekommen und so lande auch säckeweise Katzenstreu in den Gräben vor Durchlässen und verstopfe diese beim nächsten Starkregen – was zum Problem für alle wird.

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