Weper-Gladeberg-Aschenburg

Schutzgebiet: Landkreis Northeim macht neuen Anlauf

Weper bei nahe Fredelsloh im Landkreis Northeim Kalk-Trockenrasen Naturschutzgebiet und FFH-Gebiet "Natura 2000"
+
Ist jetzt schon Schutzgebiet: Die Weper. Hier ein Bild vom Kalk-Trockenrasen am steilen Weperhang nahe Fredelsloh mit Blick zum Sender Espol (hinten rechts). Das Naturschutzgebiet Weper wird Teil des Natura-2000-Schutzgebiets.

Northeim. Der Landkreis Northeim plant einen neuen Anlauf zur Ausweisung des FFH-Gebiets „Weper, Gladeberg, Aschenburg“ als Landschafts- und Naturschutzgebiet.

Das Ganze soll im Zuge der Umsetzung des europäischen Schutzgebiets „Natura 2000“ passieren, das ein zusammenhängendes Netz aus Schutzgebieten in Europa bilden soll.

Noch im November 2017 hatte die Kreisverwaltung die Notbremse im bereits angelaufenen Verfahren gezogen. Auslöser waren Proteste aus den Ortschaften, die Flächen in dem Gebiet haben. Der Bereich hatte immerhin eine enorme Größe von 842 Hektar und zieht sich in einem schmalen Streifen von Harste im Süden über den Gladeberg, östlich an Hardegsen vorbei entlang des gesamten Weper-Westhangs bis zum Heinberg nördlich von Fredelsloh.

Das gesamte Gebiet sollte beim ersten Anlauf des Landkreises als Naturschutzgebiet (NSG) ausgewiesen werden. Bislang ist nur der Weperhang mit 200 Hektar ein NSG mit sehr rigiden Schutzbestimmungen, was die Nutzung der Landschaft betrifft. Das hatte zu Widerspruch in der Bevölkerung geführt, die sich zu großen Teilen in den Planungsprozess nicht eingebunden fühlte.

Bei dem neuen Anlauf soll das Ausweisungsverfahren nun enger mit den Bürgern abgestimmt werden, heißt es vom Landkreis. Auf Wunsch der Bürger seien zudem jetzt nur die „prioritären Lebensräume“ als Naturschutzgebiet ausgewiesen, der Rest soll Landschaftsschutzgebiet (LSG) werden, betonte Kreis-Sprecher Dirk Niemeyer.

Die jetzt gefundene neue Aufteilung sieht nach Angaben von Niemeyer nur noch 267 Hektar reines Naturschutzgebiet vor. Die restlichen 574 Hektar sollen als Landschaftsschutzgebiet ausgewiesen werden. Damit hätte sich das Gesamtgebiet um 28 Hektar verkleinert.

Infoabend in Moringen

Die Kreisverwaltung möchte die Bürger in den betroffenen Städten und Ortschaften frühzeitig in den Ausweisungsprozess einbinden. Als erste Information soll es für alle Interessierten einen öffentlichen Informationsabend seitens der Kreisverwaltung geben. Der findet am Donnerstag, 7. Juni, ab 18 Uhr in der Mensa der Kooperativen Gesamtschule in Moringen statt.

Das FFH-Gebiet Weper-Gladeberg-Aschenburg stellt übrigens den größten Komplex von Kalk-Halbtrockenrasen in Niedersachsen dar, heißt es in der Einladung. Das neue Natura-Gebiet wird auch schon bestehende Schutzgebiete, die nach dem Bundesnaturschutzgesetz ausgewiesen sind, umfassen.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Kommentare

Hinweise zum Kommentieren:
Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.