Zehn Installationen zu verschiedenen Themen-Bereichen

Rollende Ausstellung bringt Schülern den Wald näher

Ein Wald ist weit mehr als eine Ansammlung von Bäumen: Das will die rollende Ausstellung Schülern vermitteln. Foto: dpa

Oldershausen. Wie wächst ein Baum? Was macht eigentlich ein Förster? Und wem gehören Wälder überhaupt?

Diese und viele weitere Fragen beantwortet eine neue Ausstellung, die sich nach den Sommerferien auf den Weg in niedersächsische Schulen macht. Mit einem Infomobil soll die Ausstellung durch die Lande fahren und für ein oder zwei Tage in der Aula oder einem Klassenraum aufgebaut werden.

„Natürlich wollen wir Wandertage und Ausflüge in den Wald nicht ersetzen“, betont Friedrich Gregorius, ehemaliger Geschäftsführer der niedersächsischen Schutzgemeinschaft Deutscher Wald, der die Idee zu dem Projekt hatte. Das Angebot soll vielmehr eine Ergänzung zum Unterricht sein. Schließlich sei es nicht jeder Schule möglich, Waldtage zu organisieren oder in die regionalen Umweltbildungszentren zu fahren.

Unterstützt wird das Projekt vom niedersächsischen Waldbesitzerverband. „Schüler lernen oft nur Teilaspekte des Waldes kennen, zum Beispiel die Bestimmung von Bäumen oder die Lebensräume von Tieren“, erläutert Vizepräsident Philip von Oldershausen. Mit der Ausstellung sollen deshalb neben der Naturkunde auch gesellschaftliche und wirtschaftliche Zusammenhänge verdeutlicht werden.

Ideengeber, Entwickler und Unterstützer des Projekts: Bürgermeister Jens Meyer (von links), Philip von Oldershausen, Kultusministerin Frauke Heiligenstadt, Friedrich Gregorius und Miriam Kleinschmit, Geschäftsführerin des niedersächsischen Waldbesitzerverbandes. Foto: Schwekendiek

„Viele Menschen glauben, dass Wälder allen Menschen gehören. Das ist aber nicht so“, erläutert Gregorius. Die Ansprüche der Gesellschaft seien durchaus unterschiedlich. „Manche Menschen verdienen mit der Holzernte ihr Geld, andere möchten sich im Wald lieber erholen.“

Zwar ist die Ausstellung noch nicht fertig, das Konzept steht jedoch und die Finanzierung ist für drei Jahre gesichert. Nach den Osterferien soll es in die Bauphase gehen. Zehn Installationen wird es geben, die sich spielerisch den verschiedenen Bereichen widmen. So gibt es unter anderem ein Quiz zum Erkennen von Bäumen, ein Rätsel zu den Stockwerken des Waldes oder ein Spiel zur Holzernte.

Zielgruppe sind Grundschüler ab der dritten Klasse, aber auch weiterführende Schulen. Zertifizierte Waldpädagogen werden die Ausstellung betreuen. Die Testphase könne an Schulen im Alten Amt laufen, bot Bürgermeister Jens Meyer an.

Unterstützung erfährt das Projekt auch von Seiten des Kultusministeriums. Bei der Präsentation in Oldershausen lobte Kultusministerin Frauke Heiligenstadt den ganzheitlichen Bildungsansatz. Die Ausstellung ergänze den Unterricht und lasse sich gut in die Lehrpläne integrieren. Deshalb wolle sie das Projekt über mehrere Kanäle bekannt machen. (jus)

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