Wettbewerb Northeim-Göttingen 

Die Dörfer Schlarpe, Eisdorf und Klein Schneen erhalten Geld für Elektro-Autos

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Die preisgekrönte Aktionsgruppe aus Schlarpe: (v.l.n.r.) Uwe Ahrens (LAG-Vorsitzender Harzweserland) und Annika Wilke, Kerstin Stänger, Thomas Friedl, Sylvia Stänger, Stephan Hennecke, Marc Wunderlich, Andreas Stänger und Torsten Bauer. Wenn Sie das ganze Bild sehen wollen, klicken Sie auf das Kreuz oben rechts. 

Die Dörfer Schlarpe, Eisdorf und Klein Schneen erhalten 7500 Euro zur Finanzierung eines E-Autos. Sie sind die Gewinner des Wettbewerbs „Unser Dorf fährt elektrisch“.

Die Siegerehrung fand jetzt im Nörtener Hotel Rodetal statt. Die Ortschaften und fünf weitere in den Landkreisen Göttingen und Northeim bekommen außerdem Ladestationen im Wert von bis zu 12 000 Euro für Elektroautos.

Car-Sharing ist vielen bereits aus den großen Städten Deutschlands bekannt. Aber wie profitieren kleinere Gemeinden und ländlich geprägte Regionen vom Car-Sharing-Boom? Eisdorf, Escherode, Gehrenrode, Groß Lengden, Heckenbeck, Klein Schneen, Schlarpe und Spanbeck aus den drei Leader-Regionen in Südniedersachsen haben im Rahmen des Wettbewerbs tragfähige Konzepte für die Nutzung von E-Autos im dörflichen Umfeld erstellt, die derzeit in der Umsetzung sind.

Uwe Ahrens, Vorsitzender des LEADER-Regionalmanagements im Harzweserland und Bürgermeister der Gemeinde Katlenburg-Lindau, freute sich daher umso mehr, dass ausgerechnet das kleine Dorf Schlarpe mit nur 400 Bewohnern ein sehr nachhaltiges Konzept vorgelegt hat.

Das Nutzungskonzept aus dem Bollertdorf zielt darauf, vor allem passive Mitfahrer zu aktivieren. Mit Plänen zur Beförderung von Senioren oder Kindern zum nächsten Mittelzentrum und der Programmierung einer eigenen Buchungsapp wurde die Jury überzeugt.

Dachanlage schon geplant

Dazu kam, dass bereits die Finanzierung einer Solaranlage auf dem Dach der Dorfgemeinschaftsanlage und damit ökologisch korrekt erzeugter Strom bereitstand. Neben Schlarpe konnten auch die Konzepte von Eisdorf und Klein Schneen überzeugen.

So hat Eisdorf die örtliche Wirtschaft als Unterstützer des dorfeigenen Elektroautos gewinnen können und sofort mit zwei Fahrzeugen kalkuliert. Dafür gab es von der Jury auch gleich eine zweite Ladestation für das Dorf.

Auf Kirmes gezeigt

Klein Schneen wusste vor allem durch vielfältige Maßnahmen für die Nutzergewinnung zu überzeugen. Zum Nachweis der Alltagstauglichkeit eines E-Autos wurde das geplante Fahrzeug auf der Dorfkirmes vorgeführt.

Im Anschluss an die Preisverleihung betonte Dr. Magnus Buhlert, Referatsleiter für Mobilität der Zukunft, Elektromobilität, alternative Antriebe und klimagerechte Treibstoffe im niedersächsischen Umweltministerium das Potenzial der Elektromobilität und freute sich, dass vor dem Veranstaltungshotel bereits eine Reihe von E-Autos standen: „Elektromobilität ist im Alltag angekommen“, sagte Dr. Buhlert. 

Das ist der Wettbewerb

Im Rahmen des LEADER-Programms fördert die die Europäische Union seit 1991 die Entwicklung des ländlichen Raums. Leader steht dabei für die Vernetzung von Aktionen und lokalen Aktionsgruppen. Gemeinsam mit dem regionalen Management werden Projekte und Wettbewerbe zur regionalen Wirtschaftsförderung und Vernetzung angestoßen. Die im Wettbewerb „Unser Dorf fährt elektrisch“ erstellten Konzepte für dörfliches E-Car-Sharing zeigen unterschiedliche Konzepte für den Einsatz von E-Cars im regionalen Umfeld.

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