Busse kommen oft nicht

Schülerverkehr: Northeimer Eltern fordern Notfallmanager

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Busse sind oft ganz schön voll.Hier ein Foto von einem Test, den der Landkreis veranstaltet hat.

Die Schülerbeförderung im Landkreis Northeim, die über den im Verkehrsverbund Südniedersachsen (VSN) eingebundenen Linienbusverkehr abgewickelt wird, läuft oft nicht rund.

 Busse kommen zu spät oder gar nicht, sind zu voll oder fahren Ziele nicht an. Das sagt der Kreis-Elternrat Northeim und fordert vom VSN und der Kreisspolitik ein zentrales Notfallmanagement mit echten Kompetenzen.

„Wir brauchen eine zentrale Hotline, unter der ab 6 Uhr für die Schüler ein Notfallmanager zu erreichen ist, der sich sofort kümmert, wenn etwas schief läuft“, sagt Kreis-Elternrats-Chef Alexander Hoffmann-Schöttl (Fredelsloh). Dies sei eine Forderung, die der Kreis-Elternrat schon vor zwei Jahren beim Runden Tisch Schülerbeförderung vorgetragen habe. Auch der Kreiselternrat Göttingen stehe dahinter. Die Notfall-Hotline müsse auf den Monatskarten aufgedruckt sein, so Hoffmann-Schöttl.

Der Notfallmanager müsse auch die Kompetenz haben, Taxis zu bestellen, wenn keine Ersatzbusse von den Linienbetreibern gestellt werden könnten, fährt der Kreiselternratsvorsitzende fort. Dafür müssten Verträge mit Taxi-Unternehmen geschlossen werden.

Zudem fordert der Kreis-Elternrat ein besseres Marketing, damit Schüler, Lehrer und Eltern jederzeit über die Abläufe informiert seien. Zudem müssten die Busfahrer besser ins Notfallmanagement eingebunden werden, ihnen eventuell sogar die Kompetenz gewährt werden, selbst Taxen zu ordern. 

Der VSN lehnt den Einsatz von Taxen allerdings ab. Nicht jeder Vorfall rechtfertige den Einsatz eines Taxis, heißt es in einem von Geschäftsführer Horst Weihrauch unterzeichneten Antwortschreiben. Zum anderen könnten Taxen eine große Anzahl von Schülern häufig nicht auffangen.

Eine zentrale Meldestelle ab 7 Uhr gebe es bereits beim VSN, heißt es weiter. Diese gibt laut Auskunft eines Beraters Informationen an Kunden heraus und an Busunternehmen weiter. Die Info-Telefonnummer 05 51/99 80 99 finde sich auf den Fahrplanaushängen an den Haltestellen.(goe)

Das sagt der Landkreis:

Beim Landkreis Northeim gibt es unter Federführung des Verkehrsverbunds Südniedersachsen (VSN) einen Runden Tisch Schülerbeförderung. Dessen Mitglieder hätten sich einstimmig für die Einrichtung einer zentralen Notrufnummer bei Störungen in der Schülerbeförderung ausgesprochen, heißt es von Landrätin Astrid Klinkert-Kittel. Die Nummer sollte bereits ab 6 Uhr erreichbar sein. 

Bis zu ihrer Einführung habe der Landkreis einen Ablaufplan erarbeitet, wie sich Betroffene bei Störungen verhalten sollten. Dieser sei den Schulen bekannt und auf der Internetseite des Landkreises veröffentlicht.

 Klinkert-Kittel: „Der Landkreis unterstützt also die Forderung des Kreiselternrats nach einer zentralen Hotline und auch die Ausweitung der Servicezeiten des VSN-Info-Turms in Göttingen auf 6 Uhr.“ Umgesetzt werden müsse dieses jedoch vom VSN. 

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