Größter Anstieg in Kalefeld

So viele Briefwähler im Kreis Northeim wie nie zuvor

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Immer beliebter: Viele Wähler haben sich auch bei der diesjährigen Landtagswahl für Briefwahl entschieden. 

Northeim. Der Anteil der Briefwähler bei der Landtagswahl ist in allen Kommunen im Kreis Northeim schon jetzt weitaus größer als bei der Landtagswahl 2013.

Die größte Differenz zum Vorjahr mit sechs Prozent hat dabei die Gemeinde Kalefeld zu verzeichnen: Während vor vier Jahren noch 316 Wahlscheine im Briefumschlag eingegangen sind, sind es in diesem Jahr schon doppelt so viele – laut Heike Packeiser-Müller von der Gemeindeverwaltung ein enormer Anstieg: „Das sind knapp zwölf Prozent von unseren 5268 Wahlberechtigten.“

Eine noch größere Briefwahlbeteiligung gibt es zurzeit in Katlenburg-Lindau. Dort haben bislang knapp 14 Prozent der Wähler ihre Stimme per Post abgegeben. „Bei der Landtagswahl 2013 waren es hingegen nur knapp neun Prozent“, sagt Ordnungsamtsleiterin Ina Danne.

Ihrer Meinung nach zeigt der deutliche Zuwachs zwei Tendenzen: „Zum einen ist es der steigende Trend, bequem von Zuhause wählen zu können, der den hohen Anteil an Briefwählern begründet. Die hohe Quote zeigt aber auch das steigende politische Interesse insgesamt – auch das spiegelt sich in der Briefwahlbeteiligung wider.“

Briefwahl war seit September möglich

Auch in Hardegsen sind bereits knapp 750 Wahlscheine eingegangen – etwa 350 mehr als bei der vergangenen Landtagswahl. „Für die Verwaltung bedeuten die vielen Wahlbriefe natürlich einen Berg an bürokratischer Arbeit. Aber die Hauptsache ist, dass viele Menschen zur Wahl gehen“, sagt Wolfgang Just vom Ordnungsamt der Stadt.

In allen Kommunen ist es seit Ende September möglich, per Briefwahl seine Stimme abzugeben. Die Wahlbriefe werden in einer separaten Urne gesammelt und, genau wie die anderen Wahlscheine, am Sonntag um 18 Uhr ausgezählt. 

Ob aus Bequemlichkeit oder wegen der Ferienzeit – die Briefwahl hat in allen Kommunen im Kreis zugenommen. Lediglich in Uslar liegt die Beteiligung derzeit bei unter zehn Prozent. Die folgenden Zahlen zeigen den aktuellen Stand der Stimmen, die per Post eingegangen sind, im Vergleich zur vergangenen Landtagswahl von 2013. Bis Sonntag wird der Anteil weiter steigen. 

  • Northeim: 2017: 22885 Wahlberechtigte, 2661 Briefwähler (11,6 Prozent), 2013: 23337 Wahlberechtigte, davon 1915 Briefwähler (8,2 Prozent) 
  • Uslar: 2017: 11554 Wahlberechtigte, davon 1111 Briefwähler (9,6 Prozent), 2013: 11970 Wahlberechtigte, davon 889 Briefwähler (7,4 Prozent) 
  • Nörten-Hardenberg: 2017: 6741 Wahlberechtigte, davon 808 Briefwähler (11,9 Prozent), 2013: 6706 Wahlberechtigte, davon 551 Briefwähler (8,2 Prozent) 
  • Kalefeld: 2017: 5368 Wahlberechtigte, davon 630 Briefwähler (11,7 Prozent), 2013: 5451 Wahlberechtigte, davon 316 Briefwähler (5,7 Prozent) 
  • Moringen: 2017: 5727 Wahlberechtigte, davon 621 Briefwähler (10,8 Prozent), 2013: 5808 Wahlberechtigte, davon 411 Briefwähler (7,0 Prozent) 
  • Hardegsen: 2017: 6353 Wahlberechtigte, davon 747 Briefwähler (11,7 Prozent), 2013: 6486 Wahlberechtigte, davon 400 Briefwähler (6,1 Prozent) 
  • Katlenburg-Lindau: 2017: 5733 Wahlberechtigte, davon 800 Briefwähler (13,9 Prozent), 2013: 5843 Wahlberechtigte, davon 510 Briefwähler (8,7 Prozent) 
  • Bodenfelde: 2017: 2576 Wahlberechtigte, davon 301 Briefwähler (11,6 Prozent), 2013: 2528 Wahlberechtigte, davon 216 Briefwähler (8,5 Prozent)

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