Landkreis Northeim: Parteien in Einschätzung des Regierungswechsels einig

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Das steht in Aussicht: Die Kreisfusion mit Göttingen und Osterode und die bisher an Vorgaben des Landes gescheiterte Einrichtung einer Integrierten Gesamtschule in Einbeck könnten durch den Regierungswechsel befördert werden. Dazu kommt Fördergeld aus dem in Aussicht gestellten Südniedersachsenplan.

Northeim. Für die einen sind es Hoffnungen, für die anderen Befürchtungen, gleichwohl sind sich SPD und Grüne sowie CDU und FDP im Landkreis Northeim weitgehend einig, was der Regierungswechsel dem Landkreis Northeim bringen wird:

Eine Integrierte Gesamtschule in Einbeck (IGS) und einen Schub für die Kreisfusion mit Osterode und Göttingen.

„Das ist eine Sache, die man relativ leicht hinbekommt“, sagte der SPD-Unterbezirksvorsitzende und Landtagsabgeordnete Uwe Schwarz zur Einrichtung einer IGS. Wie Joe Smith, Sprecher des Grünen-Kreisverbandes, betonte er den rot-grünen Anspruch, mehr Gerechtigkeit in die Bildung zu bringen.

Dagegen befürchtet der CDU-Kreisvorsitzende Joachim Stünkel durch diese Kehrtwende in der Schulpolitik eine Gefährdung bestehender Schulen. Ähnlich äußerte sich der FDP-Kreisvorsitzende und Landtagsabgeordnete Christian Grascha. Eine IGS würde den Fortbestand bestehender Schulen im Raum Einbeck, Dassel, Bad Gandersheim gefährden. Er kündigte heftigen Widerstand an.

Schwarz erwartet durch den Regierungswechsel einen schnellen Fortgang der Fusionsgespräche. „Das kann der Sache einen richtigen Schub geben“, sagte er. Die Fusion werde erst durch den Machtwechsel möglich. Gegen eine schwarz-gelbe Landesregierung wäre sie nicht durchsetzbar gewesen und man hätte die Gespräche beenden können.

Der Sozialdemokrat kündigte an, dass schnellstmöglich mit dem künftigen Innenminister geklärt werden soll, wie eine Unterstützung der Fusion durch das Land aussehen könnte.

Eine Schub für eine Kreisfusion hält auch Christdemokrat Stünkel für möglich. Trotzdem sei damit noch nicht gesagt, dass die Fusionspläne Wirklichkeit werden

Formal sei die Fusion nun leichter durchsetzbar, erklärte auch der Liberale Grascha. „Aber ich glaube nicht, dass Rot-Grün die Fusion mit einfachen Mehrheiten in den drei Kreistagen durchsetzen kann“, sagte er. Nach wie vor gebe es zu viele offene Fragen

Schwarz erinnerte außerdem an den Südniedersachsenplan. 100 Millionen Euro, so hatte die SPD vor der Wahl angekündigt, sollen bis 2020 in die Landkreise Goslar, Osterode, Northeim, Holzminden und Göttingen fließen.

Grascha ist da skeptisch. Er sei gespannt, wo das Geld herkommen soll.

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