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Landkreis plant Zuschuss für den Stoffwindelkauf

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Von: Olaf Weiss

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Ein gewindeltes Baby liegt auf dem Bauch, den Kopf von der Kamera abgewendet.
Weg von der Einwegwindel, die dieses Baby trägt: Der Landkreis will Stoffwindeln fördern. © Friso Gentsch/dpa

Der Landkreis Northeim will im kommenden Jahr Eltern von Säuglingen und Kleinkindern einen Zuschuss für den Kauf von Stoffwindeln oder für die Nutzung eines Windelservices gewähren. Der Abfallwirtschaftsausschuss gab dem auf zunächst ein Jahr angelegten Projekt einstimmig seine Zustimmung. Abschließend entscheidet der Kreistag in seiner nächsten Sitzung.

Northeim – 25 Prozent der Kosten, maximal aber 75 Euro, sollen laut der Beschlussvorlage Eltern von Kindern, die noch nicht zwei Jahre alt sind, bekommen. 7500 Euro sollen dafür im Kreishaushalt 2023 bereitgestellt werden.

Das Modellprojekt geht auf Anfragen zurück, die bei Bürgersprechstunden Landrätin Astrid Klinkert-Kittel (SPD) gestellt worden sind. Dabei sei an sie die Bitte herangetragen worden, ob nicht eine Abfallgebührenermäßigung für Familien mit Kindern im Windelalter möglich sei, da die Windeln bei diesen Haushalten den Großteil des Restmülls ausmache.

Aus Gründen der Nachhaltigkeit und zur Müllvermeidung ist daraus nun die Förderung von Mehrwegwindeln geworden. Ende kommenden Jahres soll es ausgewertet und über eine Fortsetzung entscheiden werden.

Im bayrischen Landkreis Dachau gibt es laut Kreisabfallwirtschaft eine solche Förderung für die Nutzung von Stoffwindeln bereits. Dort werden demnach rund 100 Anträge pro Jahr gestellt. (ows)

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