Mehrere Schulklassen in Quarantäne

Landkreis Northeim ist wieder Corona-Risikogebiet

Ein Abstrichstäbchen wird in einer ambulanten Corona-Test- Einrichtung gehalten.
+
Der Landkreis Northeim ist zum zweiten Mal Corona-Risikogebiet.

Der Landkreis Northeim ist wegen der weiter steigenden Infektionszahlen seit Montag wieder Corona-Risikogebiet: Übers Wochenende sind 28 neue Infektionen hinzugekommen.

Aktuell sind somit 114 Menschen im Kreis Northeim mit dem Coronavirus infiziert. Zehn Personen mehr als am Freitag gelten als wieder genesen. Durch den Anstieg der Zahlen ist die 7-Tages-Inzidenz im Landkreis erneut auf über 50 gestiegen, damit gelten auch weitergehende Corona-Regeln.

Auf HNA-Anfrage betonte die Northeimer Kreisverwaltung am Montag, dass aktuell mit der Polizei und den Städten und Gemeinden abgestimmt werde, ob gegebenenfalls eine Maskenpflicht auf öffentlichen Plätzen im gesamten Landkreis Northeim verfügt werden solle.

Währenddessen wurden an mehreren Schulen im Landkreis Northeim gleich ganze Klassen in Quarantäne geschickt: Weil jeweils ein Schüler oder eine Schülerin positiv auf Corona getestet wurden, befinden sich per Anordnung des Gesundheitsamtes an der Rhumetalschule in Lindau und an der Thomas-Mann-Schule in Northeim zwei 8. Klassen sowie eine 9. Klasse und eine 6. Klasse bis zum 17. November in häuslicher Quarantäne.

An der Kleeblatt-Grundschule in Markoldendorf ist laut Landkreis-Pressestelle eine Lehrkraft mit dem Coronavirus infiziert, darum gelte dort bis zum 18. November häusliche Quarantäne für zwei 1. Klassen sowie Schüler einiger 3. Klassen, die den Textilunterricht besucht haben.

Mit der neuen 7-Tagesinzidenz gilt laut der aktuellen Corona-Verordnung des Landes Niedersachsen eine Maskenpflicht während des Unterrichts in den weiterführenden Schulen auch im Kreis Northeim. Dies gilt laut Pressestelle der Kreisverwaltung unabhängig davon, ob das Gesundheitsamt eine Infektionsschutzmaßnahme angeordnet hat oder nicht.

Vielmehr bleibe diese Verpflichtung zum Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes bestehen, bis der Inzidenzwert im Landkreis Northeim wieder unter 50 Fälle pro 100 000 Einwohner sinkt.

In den Grundschulen im Landkreis Northeim bestehe trotz des Anstiegs der Infektions-Zahlen weiterhin keine Verpflichtung zum Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung im Unterricht. Diese könne auch nicht durch die Schulleitung oder einzelne Lehrkräfte ausgesprochen werden, so die Kreisverwaltung weiter.

Die Infizierten im Landkreis kommen aus folgenden Städten und Gemeinden: Bad Gandersheim (4), Bodenfelde (2), Dassel (5), Einbeck (26), Hardegsen (10), Kalefeld (6), Katlenburg-Lindau (7), Moringen (2), Nörten-Hardenberg (1), Northeim (48) und Uslar (3). 

Von Kathrin Plikat

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Kommentare

Hinweise zum Kommentieren:
Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.