Landkreisfusion frühestens 2021 realisierbar

Northeim. Der Landkreis Northeim ist aktuell wieder einmal auf der Suche nach einem oder mehreren Partnern für eine Kreisfusion.

Ein schnelles Ergebnis ist aber auf keinem Fall zu erwarten. „Ein Zusammenschluss, wenn dieser letztlich überhaupt gewollt sein sollte, könnte frühestens bei der Kommunalwahl im Jahr 2021 realisiert werden“, schätzt Northeims Erster Kreisrat Dr. Hartmut Heuer die Situation ein.

Der Northeimer Kreistag hatte in seiner Dezember-Sitzung grünes Licht für Sondierungsgespräche gegeben. Die Kreisverwaltung reagierte spontan und verschickte bereits drei Tage später entsprechende Anfragen an die benachbarten Landkreise Holzminden, Osterode, Göttingen, Hildesheim und Goslar.

Mögliche Fusionspartner: Der Landkreis Northeim hat sich bei den Nachbarlandkreisen Göttingen, Osterode, Goslar, Hildesheim und Holzminden nach der Möglichkeit eines Zusammenschlusses erkundigt.

Dr. Heuer bestätigte auf HNA-Anfrage, dass bereits alle fünf Landkreise eine schriftliche Antwort geschickt hätten. Über deren genauen Inhalt verrät der amtierende Verwaltungschef allerdings nichts - nur soviel, dass die Sichtweisen durchaus unterschiedlich ausgefallen sind und dass es im kommenden Jahr zu Gesprächen kommen könnte.

Vorgestellt werden die Antworten der Nachbarlandkreise in der nichtöffentlichen Sitzung des Kreisausschusses, der am Montag, 18. Januar, tagen wird.

Auf die Frage, wie Dr. Heuer persönlich zu einer Kreisfusion steht, sagte der Erste Kreisrat, dass er diese als nicht zwingend notwendig erachtet. „Es gibt schließlich auch Negativbeispiele wie die Region Hannover, bei der die Fusionsbildung zu keinen überzeugenden Ergebnissen oder Einsparungen, die ja gewünscht und gewollt sind, geführt haben.“

Nach Angaben Heuers hätten die benachbarten Landkreise aktuell allerdings genau wie der Landkreis Northeim andere Prioritäten als Fusionen. Damit spielt der Verwaltungschef auf den immensen Arbeitsaufwand zur Bewältigung der Flüchtlingsproblematik an.

Rubriklistenbild: © Archivfoto: Weiss

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