Kreistag beauftragt Wickmann mit Gesprächen

Landrat soll über Fusion verhandeln

Northeim. Landrat Michael Wickmann soll weiterhin mit den Landkreisen in Südniedersachsen über mögliche Fusionen verhandeln. Diesen Auftrag erneuerte der Northeimer Kreistag in seiner jüngsten Sitzung.

„Die Eckpunkte für die Führung der Verhandlungen sind dem Kreisausschuss nach vorheriger Beratung durch den Ausschuss für Gebiets- und Aufgabenstruktur in Südniedersachsen zur Beschlussfassung vorzulegen“, heißt es in dem Beschluss weiter.

Zuvor hatte Kreistagsmitglied und Landtagsabgeordneter Uwe Schwarz (SPD) deutlich gemacht, dass die Verhandlungen Sinn machen. Dabei müsse allerdings „Sorgfalt vor Eile“ gehen. Außerdem müssten viele Gruppen mit einbezogen werden, damit das Verfahren transparent ist. Außerdem sei entscheidend, die Bevölkerung bei dem Fusionsprozess mitzunehmen.

Aus Sicht von Joachim Stünkel (CDU), ebenfalls Kreistagsmitglied und Landtagsabgeordneter, war es nicht vergebens, vor geraumer Zeit mit dem Landkreis Holzminden über eine Fusion zu verhandeln. Stünkel schlägt eine Bürgerbefragung vor, damit die Einwohner des Landkreises Northeim aktiv in einen Fusionsprozess einbezogen werden.

Für Heiner Hegeler sind die Christdemokraten im Kreistag schön länger Motor für Fusionsgespräche in Südniedersachsen. Das habe das Beispiel Holzminden gezeigt.

Dem widersprach Martin Wehner (SPD): Die CDU ist aus seiner Sicht ein Motor mit Rückwärtsgang, und er machte dies an einer Entscheidung beim CDU-Kreisparteitag fest, bei dem sich die Christdemokraten gegen einen Großkreis ausgesprochen hatten.

Aus Sicht der Fraktion Gemeinsam für Einbeck (GfE) ist eine Fusion wertlos. Die GfE erweitert ihre Aussagen zu einer möglichen Fusion: Diese stelle keinen Wert für sich dar. Für den Bürger sei entscheidend, welche Folgen auf ihn zukommen. Soweit eine Fusion eine Verbesserung für die Bürger mit sich bringe und echte Synergieeffekte erzielt würden, werde eine Fusion von Seiten der GfE durchaus sehr begrüßt, so GfE-Fraktions-Chef Marc Hainski.

Gegen eine Fusion sprach sich auch Lothar Baumelt (Northeim 21) aus. (bsc)

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