Vorstellung der Kandidaten

Landtagskandidat Maximilian Koch: Mit 22 Lust aufs Parlament

+
Maximilian Koch

Northeim. Für die Bündnisgrünen tritt der Northeimer Maximilian Koch als Direktkandidat für den Niedersächsischen Landtag im Wahlkreis Northeim an. In der Aufstellungsversammlung im März hatten ihn die Mitglieder einstimmig gewählt.

Wie ist Koch zur Politik und zu seiner Partei gekommen?

Bereits in der Schulzeit hat sich Koch mit Freunden mit den verschiedenen Parteien auseinandergesetzt. Als Fazit daraus „haben wir die örtliche Grüne Jugend gegründet“, sagt der 22-Jährige. Und: „Durch Konfrontation mit Rechtsextremen wurde ich in meiner Positionierung gestärkt.“ Die Grünen stünden für eine gerechte Bildungspolitik und bei ihnen finde er seine Vorstellung von guter Schule am besten wieder.

Welches sind seine politischen Themen?

Zu seinen Kernthemen zählt Koch ein konsequentes Einstehen gegen Rassismus und Faschismus sowie für eine Gesellschaft frei von Diskriminierung. Zudem möchte Koch die Jugend mehr in politische Entscheidungen einbinden „Wir müssen nicht nur über, sondern mit Jugendlichen reden.“ Auch Bildungspolitik sei ein Schwerpunkt. Koch fordert eine „gute und gerechte Bildungspolitik, die allen Menschen die gleichen Chancen bietet und nicht von vornherein stigmatisiert.“

Was ist für Koch die größte politische Baustelle in der Region Südniedersachsen?

Die Region leide unter einem massiven Verlust an Attraktivität, sagt Koch. Es müssten Anreize geschaffen werden, hier sesshaft zu werden. Dazu zählt der grüne Kandidat vor allem ein vielfältiges Bildungsangebot. Zudem müsse ehrenamtliches und gesellschaftliches Engagement, von der Politik mehr anerkannt und honoriert werden.

Fühlt er sich sicher im Landkreis Northeim?

Grundsätzlich hält sich Koch gerne im Landkreis Northeim auf. Allerdings müsse er sich eingestehen, dass „ich mich aufgrund rechtsextremer Gesinnungen oft bereits bedroht gesehen habe. Das sehe ich als Sicherheitsproblem unserer Region an.“ Dieses Problem müsse konsequent angegangen werden, insbesondere, um schwächere Menschen zu schützen.

Welches ist Kochs Lieblingsort im Landkreis Northeim? Und warum?

!Als Lieblingsort nennt Koch die St.-Sixti-Kirche in Northeim. „Ich verbinde mit dieser Kirche eine lange Geschichte ehrenamtlichen Engagements im Konfirmandenunterricht in der Gemeinde und in der Evangelischen Jugend. Die Sixti-Kirche sei ein Ort der Ruhe und positiven Erinnerungen. St. Sixti stehe für ihn immer wieder auch für das Wiedersehen mit Freunden.

Hat er ein Hobby?

Nicht nur eines, sagt der Grüne Kandidat. Da sei zum einen der Judoverein, in dem er nicht nur selbst sportlich aktiv, sondern auch als Trainer, Kampfrichter und Jugendwart tätig sei. Koch: „Aber auch die Evangelische Jugend Leine-Solling gehört zu meinen Hobbys. Die Leitung von Jugendfreizeiten ist zwar anstrengend, aber auch ein Hobby, das mir positive Energie gibt.“

Wer war Maximilian Kochs Idol seiner Jugend?

„Zum einen, würde ich meinen, meine Jugend noch nicht verlassen zu haben. Zum anderen fällt mir einfach kein spezielles Idol ein“, antwortet der 22-Jährige. Und mit einem Lächeln: „Fragen Sie einfach in ein paar Jahren noch mal, ob es dann doch noch ein Idol gab.“ (goe)

Steckbrief zu Maximilian Koch

Alter: 22 

Herkunft: aufgewachsen in Northeim 

Wohnort: Northeim 

Beruf: Student (Grundschullehramt mit Fächern Mathematik und Sachunterricht) 

Familienstand: ledig 

Kinder: keine 

Politische Ämter: Kassierer im Ortsvorstand der Grünen Northeim, Beisitzer im Landesvorstand der Grünen Jugend bis März 2017, jetzt politischer Geschäftsführer; seit November 2016 Mitglied im Stadtrat Northeim.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Kommentare

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.