Landwirt sät Blumen

An Äckern bei Katlenburg entstehen Blühstreifen

Landwirt Henning Meyer (links) und Obstbauer Jochen Grothe, der den Streifen zwischen den bestellten Acker und dem Feldweg mit seiner schmalen Fräse bearbeitet hat.
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Vorbereitung für die Einsaat der Blühmischung: Landwirt Henning Meyer (links) und Obstbauer Jochen Grothe, der den Streifen zwischen den bestellten Acker und dem Feldweg mit seiner schmalen Fräse bearbeitet hat.

An einigen Feldrändern von Äckern bei Katlenburg soll es in diesem Sommer bunt blühen. Landwirt Henning Meyer will die Ackerränder insektenfreundlicher gestalten.

Katlenburg – „Wir Landwirte leben mit und von der Natur und sind deshalb immer bestrebt, die Artenvielfalt zu fördern und zu unterstützen“, betont der Landwirt. „Wenn die Saat aufgeht, sollten in vier bis sechs Wochen unter anderem Klee, Wicken und Phacelia den Insekten als Nahrung dienen und den Feldrand verschönern.“

Rund 900 Quadratmeter Blühstreifen hat er nach Auskunft des Landvolk-Kreisverbandes Northeim-Osterode an mehreren seiner Äcker geschaffen. Unterstützt wurde er dabei von Obstbauer Jochen Grothe, ebenfalls aus Katlenburg. Er verfügt über die Maschinen mit den dafür notwendigen geringen Arbeitsbreiten.

Die Flächen zwischen Acker und Feldweg sind nach Meyers Worten ein wichtiger Lebensraum für Insekten, aber auch für Niederwild wie Hasen, Rehe und Vögel. Besonders für die Insekten sei es wichtig, dass dort unterschiedlich hohe Pflanzen wachsen, damit sie die Blüten gut anfliegen können.

Die Saat für die Blühstreifen ist einjährig, im kommenden Jahr können dort andere Saatmischungen eingesät werden. Henning Meyer möchte in den nächsten Jahren noch mehr Ackerränder mit Blühmischungen versehen, damit, so sagt er, sich Spaziergänger an der Flora und Fauna auf den blühenden Wegrainen erfreuen können.

Laut Karina Wulf vom Landvolk-Kreisverband ist Meyer dabei kein Einzelkämpfer. An die 30 Landwirte im gesamten Landkreis Northeim säen solche Blühstreifen ein.  (ows)

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