Drei Titel mit einer Prüfung

Lara-Christin Steinmetz aus Berka ist Deutschlands beste Biologie-Laborantin

Lara-Christin Steinmetz mit ihrem Preis: Die 21-Jährige ist Bundessiegerin der Biologi-Laboranten mit der Note 1,1. Foto:  Oschmann

Berka. Lara-Christin Steinmetz aus Berka hat ihre Ausbildung zur Biologie-Laborantin mit einer Prüfung abgeschlossen und damit gleich drei Titel für sich verbucht.

Sie wurde zur Kammerbesten des IHK-Bezirks München gekürt. Dann stellte sich heraus, dass die junge Frau sogar das beste Ergebnis im Bundesland Bayern erzielt hatte. Und es kam noch besser: Lara-Christin Steinmetz ist mit einem Notenschnitt von 1,1 Deutschlands beste Biologie-Laborantin des Jahres 2015.

„Na klar, ich habe mich riesig darüber gefreut und bin natürlich sehr stolz auf mein Abschneiden“, sagt die 21-Jährige, die inzwischen aus Süddeutschland in ihre südniedersächsische Heimat zurückgekehrt ist. Sie hat gerade ihr Studium in molekularer Medizin in Göttingen aufgenommen, das voraussichtlich zehn Semester beansprucht.

„Das ist ein Mix aus Biologie und Medizin, um die im menschlichen Körper ablaufenden Prozesse zu verstehen“, beschreibt die Berkaerin dieses Wissensgebiet. „Ich lerne dabei vieles, was Mediziner auch wissen müssen, werde aber später nicht medizinisch arbeiten. Mein Ziel ist und bleibt die Forschung“, hat sie ihre berufliche Zukunft fest im Visier.

Lara-Christin Steinmetz hat ihr Abitur am Gymnasium Corvinianum in Northeim gemacht und wollte vor ihrem Studium unbedingt in die Praxis. Ihre Wahl fiel dabei auf das Unternehmen Roche-Diagnostics in Penzberg bei München, eines der größten Biotechnologie-Zentren Europas und das weltweit führende Zentrum des Roche-Konzerns, in dem biotechnologische Forschung, Entwicklung und Produktion parallel nebeneinander betrieben werden.

Es ist also keine Überraschung, dass die Berkaerin von dem Unternehmen mehr als angetan ist. Die Untersuchung von Zellkulturen und Geweben sowie deren Wachstumsverhalten zählten zu ihren Aufgaben. „Ich habe dabei sehr viel gelernt, was im menschlichen Körper vorgeht“, sagt die 21-Jährige, bei der oft Tumore unter dem Mikroskop lagen. Vieles diene dazu, neue Medikamente zu entwickeln, zum Beispiel im Kampf gegen den Krebs.

Auch wenn sie jetzt der Studienalltag eingeholt hat, denkt sie gern an ihre Ausbildungszeit und natürlich ihre Ehrungen zurück. So wurde sie während einer Schiffstour auf dem Starnberger See als beste Laborantin Bayerns ausgezeichnet und nahm im Berliner Hotel Maritim die Ehrung als beste Biologie-Laborantin von Dr. Eric Schweitzer, dem Präsidenten des Deutschen Industrie- und Handelskammertags entgegen.

Ihr beruflicher Werdegang zeichnet sich schon jetzt ab. „Nach dem Studium möchte ich gern in der Forschung arbeiten, am liebsten in Süddeutschland und am liebsten wieder bei Roche!“

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