N-Bank fördert Entwicklungsprojekt der Firma Comlogo

Einbecker Unternehmen entwickelt beheizte Leuchtjacken für E-Biker

Tüfteln an selbstleuchtenden Jacken-Aufschriften: Entwickler Julian Weiß (l.) und Projektleiter Till Fischbach.
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Tüfteln an selbstleuchtenden Jacken-Aufschriften: Entwickler Julian Weiß (l.) und Projektleiter Till Fischbach.

Eine Heizjacke mit Leuchtelementen für E-Bike-Fahrer entwickelt die Comlogo GmbH aus der Einbecker Otschaft Amelsen. Die N-Bank unterstützt das Projekt, das anderthalb Jahre läuft, mit 157 000 Euro aus dem Fördertopf „Neustart Niedersachsen Innovation“.

Amelsen – „E-Bikes boomen, nicht zuletzt weil immer mehr Pendler das Fahrrad für den Weg zur Arbeit nutzen“, führt Comlogo-Geschäftsführer Bodo Rengshausen-Fischbach aus. Sein Unternehmen will Autofahrern das Umsteigen erleichtern. Schön warm sollen es die Radler haben. Hell leuchtende Elemente sorgen für gute Sichtbarkeit.

„Die Jacken sind mit Niedervolt-Heizdrähten und LED-Leuchten ausgestattet, das erhöht die Sicherheit und verringert den Strombedarf“, erläutert Projektleiter Till Fischbach. Ein flacher Lithium-Ionen-Akku, wie er auch im Handy Verwendung findet, reicht für die Stromversorgung aus.

Er lässt sich, wie auch die Leuchtelemente, mit einem Klettverschluss auf der Jacke befestigen. Sie können leicht abgenommen werden, wenn die Jacke in die Wäsche kommt. Als Kontakt zum Kabel in der Jacke dienen Druckknöpfe.

„Während der Radfahrer auf seinem E-Bike sitzt, lässt sich alternativ auch der Akku des Rads nutzen“, kündigt Fischbach an. Dazu will das Unternehmen spezielle Lenkergriffe und Handschuhe mit entsprechenden Kontakten einsetzen.

Viele Radfahrer tragen ohnehin Handschuhe, im Sommer wegen des besseren Griffs, im Winter wegen der Kälte.

„Mit den Jacken befassen wir uns seit einem Jahr“, berichtet der Projektleiter. Das Unternehmen nutzt patentgeschütztes Know-how, das es bei der Entwicklung anderer Produkte entwickelt hat, etwa der klimatisierten Matratzen, die – sensorgesteuert – unter der Bettdecke für angenehme Temperaturen sorgen, oder der Heizkissen für die Außengastronomie.

Fischbach sieht viele Anwendungsmöglichkeiten für die Jacken. „Der Autohersteller VW will einige Dutzend von seinem Werkschutz erproben lassen“, erzählt er. Interessant seien sie für alle Berufsgruppen, die draußen arbeiteten: etwa Polizisten, Feuerwehrleute, Lieferdienst-Mitarbeiter oder Straßenbauer.

Leuchtende Aufschriften oder Namensschilder seien möglich. Zudem ließen sich Sensoren anschließen, etwa um Minenarbeiter vor schlechter Luft zu warnen.

„Wir stehen in Kontakt mit Bekleidungsherstellern“, sagt der Projektleiter. Diese könnten die Jacken in Lizenz fertigen oder sich von Comlogo die elektronischen Komponenten liefern lassen.

Die Firma hat sich in den vergangenen Monaten räumlich erweitert. Sie beschäftigt mittlerweile neben dem Entwicklungsleiter, dem promovierten Elektrotechniker und Informatiker, Günter Nowinski, sowie Entwickler Julian Weiß drei Modeschneiderinnen.

„Ohne die N-Bank, die die Hälfte der Personalkosten übernimmt, könnten wir das Vorhaben nicht stemmen“, betont Fischbach. (Michael Caspar)

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