Potenzial noch nicht ausgeschöpft

Neues Einkaufszentrum an der B 247: Rat stimmt Einzelhandelskonzept zu

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Auf dem Feld unten im Bild soll der Markt entstehen.

Katlenburg-Lindau. Die Gemeinde Katlenburg-Lindau hat das Einzelhandelskonzept für das Einkaufszentrum am Lindauer Ortsrand einstimmig gebilligt.

Das Konzept wurde in einer Sondersitzung des Gemeinderates in der Katlenburger Verwaltung einstimmig verabschiedet.

Bürgermeister Uwe Ahrens hofft, dass die nötigen Bauleitplanungen der Gemeinde noch in diesem Jahr abgeschlossen werden können und der Landkreis Northeim noch in diesem Jahr die Pläne genehmigt. Gleichzeitig würden die Verhandlungen mit den Investoren weitergeführt.

Für den Bau des Supermarktes an der B 247 Richtung Bilshausen gibt es laut Ahrens zwei Interessenten, ein so genannter Vollsortimenter und ein Discounter. Der Vollsortimenter denkt an eine Verkaufsfläche von 1200 Quadratmeter, der Discounter an 1000 Quadratmeter. Außerdem könnte ein Drogeriemarkt mit 500 Quadratmetern entstehen. Wer sich dort ansiedeln möchte, wollte der Bürgermeister noch nicht sagen. „Die Verhandlungen sind noch nicht abgeschlossen“, bat er um Verständnis.

Wenn die Verträge unterschrieben sind, könnten die Investoren sofort die Bauanträge vorbereiten. Ahrens hofft, dass im kommenden Jahr dann Baubeginn ist.

Die rund 12 000 Euro teure Erarbeitung des Einzelhandelskonzepts war notwendig geworden, weil sich das Land Niedersachsen mit Hinweis auf die Landesraumordnungsplanung quer gestellt hatte. Darin ist festgeschrieben, dass sich allenfalls ein Markt mit bis 799 Quadratmeter ansiedeln könne. Diese Größenordnung ist allerdings längst nicht mehr zeitgemäß, kritisierte Uwe Ahrens.

Konzept-Erstellerin Beatrix Rehwinkel von der Lübecker Niederlassung der CIMA Beratung + Management GmbH machte bei der Vorstellung des Konzepts deutlich, dass das Käuferpotential in Lindau für die Ansiedlung mit weiteren Einzelhandelsflächen für den täglichen Bedarf vorhanden ist. „Obgleich rund 37 Prozent der Einwohner auf den Verflechtungsbereich von Lindau entfallen, ist hier nur rund neun Prozent der gemeindlichen Verkaufsfläche im Bereich der Nahversorgung ansässig.“

Dass das Potenzial der Gemeinde längst noch nicht ausgeschöpft ist, zeigen weitere Zahlen. So wird derzeit im Einzelhandel der gesamten Gemeinde ein Umsatz von rund 22,9 Millionen erzielt. Das Nachfragevolumen liegt jedoch bei rund 39,5 Millionen Euro.

Wenn man den täglichen Bedarf betrachtet, so die Gutachterin, erreicht der Ortsteil Katlenburg, der mit Rewe, Aldi und Penny gleich über drei Märkte verfügt, eine Wertung von 297 Punkten von 300 erreichbaren. Lindau dagegen nur eine von 44. Beatrix Rehwinkel: „Das ist mickrig.“ (zhp)

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