Stadtsanierung

Gemeinde räumt Schnellzahlern Rabatt ein

Die Schützenallee in Lindau war jahrelang in einem sehr schlechten Zustand: Nach dem erfolgten Ausbau im Zuge der Stadtsanierung müssen die Anlieger jetzt für die Wertsteigerung ihrer Grundstücke zahlen. Archiv-Foto:  Oschmann

Lindau.  Anlieger werden bei der Stadtsanierung zur Kasse gebeten, weil der Wert ihrer Grundstücke nach Sanierung zahlreicher Straßen gestiegen sind.

Der Grund: Ihre Grundstücke haben eine Wertsteigerung erfahren haben. Dabei hält die Gemeinde ein besonderes Angebot parat: Wer schnell zahlt, bekommt einen Rabatt.

Welche Beträge die Anlieger zahlen müssen, können sie am heutigen Donnerstag, 5. März, in der Gemeinschaftssitzung des Lindauer Ortsrats und des Bauausschusses des Gemeinderats erfahren. Die beginnt um 19 Uhr in der Alten Schule.

Die Wertsteigerung der Grundstücke hängt mit sanierten Straßenzügen zusammen. Das betrifft zum Beispiel die Anlieger der Schützenallee, des Hardenberg Winkel, der Walthausenstraße oder des Bereichs am alten Feuerwehrhaus.

„In der Regel bewegt sich die Wertsteigerung bei einem bis zwei Euro pro Quadratmeter Grundstücksfläche“, erläutert Bauamtsleiter Hans-Ulrich Wiese. Im Durchschnitt liegt die Wertsteigerung, die vom Katasteramt bei den so genannten Bodenrichtwerten festgelegt wird, bei zwei Euro. Wer also ein Grundstück von 500 Quadratmeter Größe hat, könnte beispielsweise eine Rechnung über 1000 Euro erhalten.

Zehn Prozent Nachlass

Für Schnellzahler hält die Gemeinde ein besonderes Angebot bereit. „Wer seine Rechnung gleich bezahlt, erhält einen Nachlass von zehn Prozent. Dann müssten nur 900 statt 1000 Euro überwiesen werden“, erläutert Bürgermeister Uwe Ahrens. Je später die Rechnung beglichen wird, desto geringer fällt der Rabatt aus.

Hintergrund dieses Angebots an die Bürger der Eichsfeldortschaft: Das Geld, was jetzt eingenommen wird, kann direkt wieder für die noch bis 2016 laufende Stadtsanierung in Lindau verwendet werden. „Das Geld, was erst später einläuft, muss die Gemeinde abführen“, teilt Ahrens mit.

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