Geplantes Flüchtlingsheim in Lindau: Infos gegen die Angst

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Entscheidung noch offen: Im ehemaligen Max-Planck-Institut in Lindau könnten bis zu 1000 Flüchtlinge untergebracht werden.

Lindau. In Lindau brodelt die Gerüchteküche, dass die Entscheidung, im ehemaligen Max-Planck-Institut (MPI) für Sonnensystemforschung eine Flüchtlingsunterkunft einzurichten, längst gefallen ist.

Das weist Matthias Eichler, Sprecher des Niedersächsischen Innenministeriums, allerdings zurück. „Wir beabsichtigen, die Gebäude von der Max-Planck-Gesellschaft zu kaufen. Wir stehen aber noch mitten in der Verhandlungen.“ Derzeit werde geprüft, ob die Anforderungen an die Institutsgebäude für die Unterbringung von Flüchtlingen baurechtlich erfüllt werden können.

Ein wichtiger Bereich sei dabei der Brandschutz. „Es müssen so viele weitere Dinge berücksichtigt werden, wie zum Beispiel ausreichend Fluchttreppen oder auch der Zustand der sanitären Anlagen“, so Eichler weiter.

Diese Prüfungen müssten jetzt abgewartet werden, so der Ministeriumssprecher. Eichler betont, dass er die Sorgen vieler Lindauer absolut verstehen könne. Darum sei aus seiner Sicht die Informationsveranstaltung am Dienstagabend, 16. Februar, 18.30 Uhr, in der Turnhalle der Lindauer Rhumetalschule auch so immens wichtig. 

Das Ministerium möchte versuchen, zusammen mit Vertretern der Hilfsorganisationen, die bereits Flüchtlingsunterkünfte betreiben und der Erstaufnahmeeinrichtung in Friedland, die Verunsicherung der Menschen in Lindau zu beseitigen. „Wir nehmen die Ängste und Sorgen der Lindauer sehr ernst und wollen darüber mit ihnen sprechen.“

Aus Erfahrung wisse er, dass die Ängste bei den Menschen kleiner werden, sobald sie den Alltag und die Abläufe in einer solchen Einrichtung kennenlernen. Zum Thema Kriminalität und Sicherheit sitze zudem die Polizei mit am Tisch. Eichler: „Wir müssen uns klar machen, dass die allermeisten Menschen aus ihren Heimatländern vor Gewalt und Krieg geflüchtet sind. Und nicht, um in Deutschland Straftraten zu begehen.“

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