Sebastian Habeck kommt

Nach fünf Monaten Vakanz: Lindau hat einen neuen Pastor

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Ist der neue Pastor: Sebastian Habeck (33) kommt von Gifhorn nach Lindau. 

Lindau. Die evangelische Kreuzkirchengemeinde in Lindau hat nach fünfmonatiger Vakanz einen neuen Pastor: Es ist Sebastian Habeck

Der 33 Jährige wird in Lindau nach seiner Vikariatsausbildung in Gifhorn seine erste Stelle als Pastor antreten.

Auf die Idee gekommen, Pastor zu werden, ist der gebürtige Neusser, der mit sieben Jahren mit seinen Eltern nach Burgdorf umgezogen war und dort die Grundschule und das Gymnasium besucht hatte, über sein Engagement als Jugendlicher bei den Pfadfindern, erzählt Habeck im Gespräch mit der HNA.

Pfadfinder

Mehrere Jahre lang sei er Stammesführer in der örtlichen Pfadfindergruppe gewesen. Ab und zu habe er dort auch Andachten abgehalten und gemerkt, dass dies bei den Gruppenmitgliedern gut ankam, ja ihnen sogar Freude bereitet habe. Das sei Ansporn gewesen, auch beruflich in diese Richtung zu gehen. Nach dem Abitur habe er seinen Zivildienst in einer Diakoniestation in Burgdorf absolviert.

Es schloss sich eine einjährige Ausbildung im Geistlichen Rüstzentrum Krelingen an, wo Habeck unter anderem das für den Pastorenberuf notwendige Altgriechisch und Hebräisch lernen konnte.

Vier Unistädte

Das Studium der evangelischen Theologie begann Habeck 2006 in Marburg, wobei er anschließend mehrfach den Studienort wechselte. So schlossen sich 2008 Greifswald, 2009 Göttingen, 2010 Kiel und ab 2011 wieder Göttingen an, wo er das erste theologische Examen ablegte.

Das Vikariat als zweiten Teil der Ausbildung absolvierte Habeck in Gifhorn an der 2500 Mitglieder zählenden Martin-Luther-Gemeinde. Dort sei ihm besonders die Jugend- und Konfirmandenarbeit ans Herz gewachsen, erzählt der 33-Jährige, der sich gut vorstellen kann, diese Aufgabe auch in Lindau und dem zweiten kirchlichen Standort Bilshausen als einen Schwerpunkt zu setzen.

Musiker

Zweckdienlich dabei könnten ihm auch seine Hobbys sein, denn Sebastian Habeck spielt leidenschaftlich gern neben der Orgel auch Gitarre und E-Gitarre. In Gifhorn war der 33-Jährige gerade dabei, eine Jugendband aus der Taufe zu heben.

Veranstaltungstechniker

Für einen Pastor ungewöhnlich ist sein zweites Hobby, das sogar ein bisschen mit Beruf ist. Harbeck ist ausgebildeter Veranstaltungstechniker und hat sich als Selbstständiger mit eigener kleiner Firma auf die Beschallung von Kirchenräumen spezialisiert. „Die Erfahrung kann mir bei meiner künftigen Arbeit vielleicht zugutekommen“, sagt er, sei es bei Veranstaltungen mit Jung und Alt oder auch bei der Jugendarbeit.

Offiziell wird Habeck sein Pastorenamt in Lindau, das er mit einer halben Stelle ausüben wird, und auch seine weitere Viertelstelle beim Kirchenkreis Harzer Land am 1. Februar antreten. Am 1. März will er mit seiner Frau und seinem 15 Monate alten Sohn nach Lindau in eine Dienstwohnung an der Lindauer Gartenstraße ziehen, weil das Gemeindehaus längerfristig vermietet ist.

Der Kontakt nach Lindau sei eher unromantisch zustande gekommen, berichtet er. Die erste Pastorenstelle nach dem Vikariat werde meistens zugewiesen und so war es auch bei ihm. „Ich wollte gern eine Gemeinde an den Bergen oder am Meer. Die Berge sind es ja nun geworden, denn der Harz ist ja nah.“

Gern Ökumene

„Ich freue mich insbesondere auch, die katholische Seite in Lindau kennenzulernen, fährt er fort, wohl wissend, dass die evangelischen Christen im Eichsfeldort deutlich in der Minderheit sind. Er hoffe auf viele ökumenische Kontakte und auch gemeinsame Veranstaltungen.

Der Festgottesdienst zur Ordination von Pastor Sebastian Habeck findet am Sonntag, 28. Januar, ab 15 Uhr in der Lindauer Kreuzkirche statt. Anschließend gibt es einen Sektempfang.

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