Leine-Weper-Gemeinde startet neue Reihe – Auftakt mit Lyrikerin Annemarie Schnitt

Leine-Weper-Gemeinde startet neue Reihe: Literatur in der Kapelle

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Unter dem Zeichen des Hahns: die Marienkapelle Schnedinghausen wird zur Literaturkirche. Die Organisation liegt in den Händen von, von links: Alexandra Diekgerdes, Peter Büttner, Birgit Hecke-Behrends und Szuzsanna Bényei-Büttner.

Schnedinghausen. „Im Anfang war das Wort.“ In Anlehnung an diesen Satz aus dem Johannes-Evangelium soll die Marienkapelle in Schnedinghausen zu einer Literaturkirche werden.

In der ersten Saison sind unter dem Markenzeichen des Hahns sieben Veranstaltungen für Erwachsene und drei für Kinder geplant. Hinter der Literaturkirche stehen die Organisatoren Szuzsanna Bényei-Büttner, Alexandra Diekgerdes, Birgit Hecke-Behrends und Pastor Peter Büttner.

Mit der Veranstaltungsreihe wollen sie sich Lyrik- und Prosa-Werken widmen, „deren Autoren sich mit Gott auseinandersetzen und ihren Glauben zum Ausdruck bringen. Es geht um unser Leben, was wir erleben, worüber wir uns freuen, wie wir Tod und Leid ins Auge schauen.“

Die unter Federführung von Alexandra Diekgerdes vom Förderverein sanierte Marienkapelle bietet sich für Veranstaltungen dieser Art an: überschaubar, einladend zum Zuhören und Gespräch. „Ob ernst oder heiter, modern oder klassisch: Wir machen Literatur für jeden erlebbar“, heißt es in der Ankündigung zur Veranstaltungsreihe.

Streifzug durchs Jahr

Zum Auftakt am Sonntag, 30. September, um 16 Uhr gibt es einen „Streifzug durch das Jahr“ mit der Northeimer Lyrikerin Annemarie Schnitt sowie dem NDR-Rundfunkpastor und Liedermacher Jan von Lingen. Annemarie Schnitts Werk ist von „prägnanter Kürze“ gekennzeichnet: „Atmosphärisch dicht, nachdenklich und zutiefst menschlich“, heißt es in der Ankündigung. Jan von Lingen hat einige Gedichte von Annemarie Schnitt vertont und wird sie in Schnedinghausen singen.

Lesungen und Gespräche wechseln beim Besuch des Briten Harold Nash am Sonntag, 14. Oktober, um 16 Uhr. Nash war im Zweiten Weltkrieg Bomberpilot. Nach dem Krieg wurde er Lehrer für Deutsch und Französisch und überzeugter Pazifist. Auch mit 90 Jahren ist er immer noch für Frieden und Versöhnung unterwegs.

Heitere Seelenmassage

Wie ein Jungbrunnen wirkt die heitere Seelenmassage des pensionierten Lehrers und Germanisten Lutz Städtler, der am Sonntag, 11. November, um 16 Uhr zu Gast ist. In kurzen, pointierten Gedichten nimmt er unter anderem Alltagsprobleme aufs Korn.

Kinder und Weihnachten stehen am Sonntag, 16. Dezember, um 16 Uhr im Mittelpunkt, wenn Eltern für ihre Kinder lesen und die Singing Kids zum Mitsingen einladen.

„Wie Gott durch Grimm‘sche Märchen geht“ - Diesem Thema widmet sich der bekannte Theologe und Publizist Eugen Drewermann. Wegen des zu erwartenden Andrangs wird die Schnedinghäuser Literaturkirche mit dieser Veranstaltung am Donnerstag, 31. Januar, um 19.30 Uhr in die Klosterkirche Fredelsloh ausweichen, die wie die Marienkapelle zur ev.-luth. Trinitatis-Kirchengemeinde Leine-Weper gehört.

Außerdem sind am 17. Februar ein Auftritt des Northeimer Schriftstellers Albrecht Gralle und am 3. März eine Schreibwerkstatt für Kinder geplant. Dann wieder in Schnedinghausen. (zhp)

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