Mehrstündige Aktion in Niedersachsen

Lkw-Kontrolle an der A7: Polizei entdeckt viele Mängel

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Nimmt die Reifen unter die Lupe: Henning Speck bei der Kontrolle.

Parensen. Die Polizei hat bei einer mehrstündigen, landesweiten Kontrolle auch auf dem Parkplatz Leineholz der Autobahn A 7 bei Parensen Lastwagen kontrolliert und in fünf Fällen die Weiterfahrt wegen Mängeln untersagt.

Zwei Fahrer mussten noch auf dem Parkplatz die Bremsen ihrer Fahrzeuge reparieren lassen. Außerdem erstatteten die Polizisten 19 Anzeigen gegen Fahrer und Unternehmer wegen Verstoß gegen die Lenkzeitbestimmungen. Zudem stellten sie fest, dass Ladung nicht richtig gesichert war.

Streifenwagenbesatzungen fischten Lkw und Sprinter gezielt aus der Karawane Richtung Hannover. „Man sieht den Fahrzeugen kaum noch an, ob sie Mängel haben. Wir verlassen uns beim Herauspicken auf den geschulten Blick unserer Kollegen und auf das Zufallsprinzip“, sagte Einsatzleiter Karsten Lipinski.

Zu den ersten Maßnahmen bei den Kontrollen gehören die Prüfungen der Papiere und das Auslesen der elektronischen Aufzeichnungen über der Lenk- und Ruhezeiten und die gefahrenen Geschwindigkeiten. Computerspezialist Michael Seebode war extra vor Ort, um bei Problemen eingreifen zu können.

Dann nahmen die Beamten die Fahrzeuge unter die Lupe. Zu ihnen gehörte Henning Speck. Bei der Kontrolle eines Lkw, der von einem Fahrer aus der Ukraine gesteuert wurde, fand er auf der Ladefläche eine ungesicherte Gasflasche. „Wenn der Fahrer voll in die Bremsen gehen muss, kann der Lkw durch die herumfliegende Gasflasche in Brand gesetzt werden“, sorgte sich der Beamte über die Folgen dieses Leichtsinns. Er musste ihm dafür ein Bußgeld aufbrummen.

Polizeibeamtin Martina Rülke begutachtete unterdessen die Sicherung von Trapezblechen, die Fernfahrer Jürgen Seltrecht (57), auf seinem Großraum-Lkw nach Thale liefern musste. Martina Rülkes Spezialität ist die Ladungssicherheit. Ein Faktor, der oft unterschätzt wird. Bei Jürgen Seltrecht ist fast alles in Ordnung. Nur in einem Punkt gibt es Kritik von der Polizeioberkommissarin. Ein Spanngurt ist an Stelle über die ganze Gurtbreite aufgeribbelt und damit nicht mehr sicher. Sie fordert den Fahrer auf, den Gurt zu ersetzen. Für ihn kein Problem.

Die Kontrollen der Polizei nimmt Jürgen Seltrecht gelassen, auch wenn es ihn Zeit kostet. Was ihn dagegen aufregt ist die Parkplatzsituation. „Ich fahre einen Großraum-Lkw, der länger als normal ist und habe wegen der vielen zugeparkten Flächen immer wieder Probleme einen Platz zu finden, um meine Ruhezeiten einhalten zu können. Selbst die Gewerbeflächen sind inzwischen mit Verbotsschildern zugepflastert.“

Ein Problem, dass die Beamten kennen, aber an denen sie nichts ändern können, weil Bund, Länder und Kommunen mit dem Bau von Parkraum für den gewachsenen Verkehr nicht nachkommen. Ihnen macht vielmehr das fehlende Sicherheitsbewusstsein, häufig von Fahrern aus Osteuropa, Sorgen. 

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