Spitzenreiter ist Anlage in Seboldshausen

Mehr als 55 000 Temposünder: 1,85 Millionen Euro für Landkreis Northeim

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Hier blitzte es 11 000-mal: An der Messanlage in Seboldshausen wurden 2017 die meisten Verstöße dokumentiert.

Northeim. Temposünder haben dem Landkreis Northeim im vergangenen Jahr 1,85 Millionen Euro an zusätzlichen Einnahmen beschert.

Das teilte Sprecherin Claudia Hiller auf HNA-Anfrage mit.

Aus der Blitzerbilanz des Landkreises, in der alle Verkehrsordnungswidrigkeiten erfasst sind, geht hervor, dass im vergangenen Jahr in rund 45 000 Fällen ein Verwarngeld und 10 500-mal ein Bußgeld verhängt wurde. Bei 500 Bußgeldverfahren gab es so starke Verstöße gegen die Verkehrsordnung, dass außerdem Fahrverbote erteilt wurden.

Spitzenreiter unter den stationären Blitzeranlagen ist die in Seboldshausen (Stadt Bad Gandersheim). Dort wurden im vergangenen Jahr etwa 11 000 Fotos von Temposündern geschossen, was nahezu 20 Prozent aller festgestellten Verstöße darstellt.

Nörten auf zweitem Platz

Knapp dahinter liegt die Anlage an der B3 bei Nörten-Hardenberg, wo es 2017 insgesamt rund 10 000-mal blitzte und Geschwindigkeitsüberschreitungen dokumentiert wurden.

Während in Seboldshausen nur zehn Prozent aller Fälle ein Bußgeldverfahren zur Folge hatten, war es bei Nörten-Hardenberg beinahe jeder dritte Verstoß, der eine hohe Geldbuße sowie einen Eintrag im Flensburger Punktekonto nach sich zog.

Mit den beiden mobilen Messanlagen des Landkreises wurden laut Hiller insgesamt 11 000 Temposünder geschnappt. Hier lag das Verhältnis von Bußgeldern zu Verwarngeldern bei eins zu zehn.

In die Statistik flossen außerdem die Fallzahlen aus zwei weiteren stationären Anlagen im Landkreis sowie polizeilichen Ermittlungen und Unfallanzeigen ein.

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