Quote steigt auf 5,6 Prozent

Dezember bringt mehr Arbeitslose im Kreis Northeim

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Die Arbeitsagentur-Geschäftsstelle Northeim.

Die Arbeitslosigkeit hat im Dezember im Landkreis Northeim leicht zugenommen.

Northeim - Insgesamt waren im zurückliegenden Monat 3931 Menschen im Kreisgebiet arbeitslos gemeldet. Das sind 134 mehr als im November und 389 oder elf Prozent mehr als noch vor einem Jahr, als es Corona in Deutschland noch nicht gab.

Die Arbeitslosenquote stieg im Dezember um 0,2 Punkte auf aktuell 5,6 Prozent. Vor einem Jahr hatte sie bei 5,0 Prozent gelegen. Das war damals ein Rekord-Niedrigwert für den Kreis Northeim.

Dass die Quote aktuell nicht noch deutlicher gestiegen ist, liegt daran, dass weiter viele Betriebe ihre Mitarbeiter in Kurzarbeit geschickt haben. Deren Zahl dürfte mit dem zweiten Lockdown ab Mitte November noch weiter gestiegen sein. Allerdings gibt es dazu keine aktuelle Zahlen, da die Kurzarbeitabrechnung mit mehrmonatigem Verzug erfasst wird.

Kurzarbeit steigt

Die letzte Schätzung der Arbeitsagentur für die Region Südniedersachsen zur Kurzarbeit gilt für den Sommermonat August. Demnach hatten rund 1500 Betriebe Kurzarbeit angemeldet. Betroffen waren davon 12 300 Menschen. Die Zahl dürfte jetzt deutlich höher liegen. Zum Vergleich: Ende April – mitten im ersten Lockdown – waren allein im Landkreis Northeim 9800 Menschen in Kurzarbeit.

Der Corona-Pandemie zum Trotz ist die Zahl der von den Betrieben im Kreis Northeim gemeldeten offenen Stellen relativ konstant geblieben. So sind 1315 Stellen zu besetzen, 47 mehr als im November und auch 38 mehr als im Dezember 2019, als es Corona im Landkreis noch nicht gab.

Die Besetzung der offenen Stellen gestaltet sich nach Angaben von Arbeitsagenturchef Klaus-Dieter Gläser allerdings weiter schwierig. Grund: Nach wie vor würden insbesondere gut qualifizierte Kräfte gesucht, und auch von Ungelernten würden vielfach spezielle Kenntnisse erwartet.

Stellen oft nicht zu besetzen

Gläser: „Die Pandemie hat nichts daran geändert, dass in vielen Branchen Fachkräftemangel herrscht, insbesondere im Pflege- und Gesundheitsbereich. Wir können deswegen diejenigen, die auf der Suche nach einer neuen Beschäftigungsperspektive sind, nur ermutigen, sich mit dem Thema Weiterbildung auseinanderzusetzen.“ Diese werde von der Arbeitsagentur oder vom Jobcenter auch finanziell gefördert.

Ergänzend zur gesetzlich definierten Arbeitslosenzahl veröffentlicht die Agentur auch monatlich Angaben zur Unterbeschäftigung. Dabei zählen zu den Arbeitslosen zusätzlich auch Personen, die sich zum Beispiel in arbeitspolitischen Maßnahmen befinden.

Die Zahl der Unterbeschäftigten betrug im Landkreis Northeim im Dezember 5212 Personen. Das sind 113 mehr als im November und 176 mehr als vor einem Jahr. Die Unterbeschäftigtenquote stieg leicht um 0,1 Punkte auf 7,2 Prozent (Vorjahr: 7,0 %).

(von Axel Gödecke)

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