Mehr Geld für Radwege im Landkreis Northeim

Radeln soll für Touristen und Pendler attraktiver werden

Radfahrer auf dem Weserradweg: So entspanntes Fahren soll für Radler auch abseits dieser beliebten Touristenstrecken im Landkreis Northeim für Radler auf immer mehr Routen möglich werden.
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Radfahrer auf dem Weserradweg: So entspanntes Fahren soll für Radler auch abseits dieser beliebten Touristenstrecken im Landkreis Northeim für Radler auf immer mehr Routen möglich werden.

Der Radwegebau im Landkreis Northeim soll verstärkt werden. Es bedürfe einer Kraftanstrengung, um die Radverkehrsförderung weiter zu intensivieren, sagt Landrätin Astrid Klinkert-Kittel.

Northeim – Angesichts einem wachsenden Umweltbewusstsein der Bevölkerung bei der Wahl der Verkehrsmittel komme der Radwegeförderung eine zunehmende Bedeutung zu.

Wie aus einem Beschlussvorschlag der Verwaltung für die Sitzung des Kreistagsbauausschusses heute, Montag, hervorgeht, soll ab dem kommenden Jahr jährlich 130 000 Euro für Radwege bereitstehen: 30 000 Euro für die Radwege-Unterhaltung und 100 000 Euro für Investitionen. Letztere Summe soll laut Beschlussvorlage aber durch die Inanspruchnahme von Fördergeld des Landes vervielfacht werden.

Bei jedem Ausbau einer Kreisstraße soll künftig außerdem immer geprüft werden, ob gleichzeitig die Möglichkeit besteht, einen Radweg an der betreffenden Kreisstraße zu bauen.

Die Kreisverwaltung hat zunächst sieben Radweg-Projekte ausgewählt, die vordringlich umgesetzt werden sollen:

- Verbindung des Weser- und Leine-Heide-Radwegs von Nörten-Hardenberg nach Bodenfelde. Der Neubau von Radwegen sowie der Ausbau vorhandener Rad- und Wirtschaftswege soll sechs Millionen Euro kosten. Ob eine Förderung durch das Bundes-Programm „Klimaschutz durch Radverkehr“ möglich ist, soll sich im Spätsommer entscheiden. Der Landkreis hat eine Projektskizze eingereicht. Ein Baubeginn 2022 ist angepeilt, die Fertigstellung bis zum Frühjahr 2026.

- Bau eines Radwegs im Bereich des Guts Steimke an der Kreisstraße zwischen Schoningen und Uslar, einschließlich einer Brücke über die Ahle. Die Kostenschätzung beträgt 345 000 Euro. Er soll realisiert werden als Teil der Verbindung des Weser- und des Leine-Heide-Radwegs.

- Bau von 300 Meter Radweg am Ortsausgang von Lindau in Richtung Gillersheim zur Verbesserung des Leine-Rhume-Erlebnispfads. Dieser soll 75 000 Euro kosten und aus dem Sonderprogramm des Bundes „Stadt und Land“ gefördert werden. Die Fertigstellung ist bis Ende 2022 vorgesehen.

- Bau eines Radwegs von Sievershausen zur Landesstraße von Relliehausen nach Dassel (teilweise über Wirtschaftswege). Kosten einschließlich Grunderwerbs sind noch nicht ermittelt.

-  Alternativroute für den Europaradweg R1 von Erichsburg über Dassel nach Eilensen. Die Kosten sind ebenfalls noch nicht ermittelt, sollen aber im Rahmen des Förderprogramms „Radnetz Deutschland“ förderfähig sein. Der Europaradweg verläuft derzeit direkt von Erichsburg nach Eilensen.

- Aufbringen von Fahrbahnmarkierungen am Einbecker Ortseingang auf der Kreisstraße aus Richtung Dassensen, um das Einfädeln vom Radweg auf die Fahrbahn zu leichtern. Diese Mängelbeseitigung, die mit 5000 Euro kalkuliert ist, soll in Kürze vorgenommen werden.

- Umstellung der Radwegweiser auf ein Knotenpunktsystem: Es soll Radwanderern die Orientierung erleichtern. An den Knotenpunkten (Kreuzungen von Radwegen) stehen Wegweiser zu allen benachbarten Knotenpunkten und Tafeln mit einer Karte des Radwegenetzes. Mit der Knotenpunktwegweisung sollen Radrundstrecken ausgewiesen werden, die eine Länge zwischen fünf und 15 Kilometern haben. Die Kosten sind noch nicht ermittelt. In der Kreisverwaltung geht man von einer Planungszeit von anderthalb Jahren und einer anschließenden Umsetzungsphase von zwei Jahren aus.

Der Ausschuss für Bau, Umwelt und Regionalplanung des Kreistags kommt heute um 16 Uhr zu seiner Sitzung in der Aula der KGS-Außenstelle in Nörten-Hardenberg zusammen. Für Zuhörer gibt es nur eine beschränkte Zahl von Plätzen, die nach dem Windhundprinzip vergeben werden. (Olaf Weiss)

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